
Gesetze gibt es überall, in allen unseren Lebensbereichen und wahrscheinlich auch außerhalb. Dass der Mond die Erde umkreist und ein Stein nach unten fällt kann durch Naturgesetze erklärt werden, die von uns Menschen nur entdeckt und erforscht aber nicht erfunden oder erlassen werden können. Ein Dieb, der festgenommen wird, hat nicht gegen ein Naturgesetz sondern gegen ein vom Staat erlassenes Gesetz verstoßen. Gesetze und Verordnungen können für ein Bundesland oder ganz Österreich gelten.
Es gibt Regeln und Gesetze, die nicht vom Staat geregelt werden. Im Sport gibt es zum Beispiel Wettkampfregeln. Es reicht beim Skirennen nicht schnell vom Start ins Ziel zu kommen, sondern man muss auch die Tore richtig erwischen, man darf nicht zu früh starten und darf keine Medikamente nehmen, die die Kraft steigern (Doping). Wenn das jemand trotzdem tut, dann wird er oder sie zwar nicht vor einem Gericht verurteilt, aber vom Wettkampf ausgeschlossen.
In unserem Zusammenleben gibt es auch Regeln, die nicht gezielt niedergeschrieben sind, da geht es oft um Respekt, Wertschätzung und Höflichkeit. Dinge, wie z. B. freundlich oder höflich miteinander zu sprechen, zu grüßen wenn man sich sieht, die Füße beim essen nicht auf den zu Tisch legen, andere aussprechen zu lassen, andere nicht zu verspotten, … zeigen Respekt und sind allgemeingültige Regeln im Umgang miteinander. Das sind Regeln, die nicht auf dem Rechtsweg erzwungen werden können. Deine Mama kann z. B. nicht die Polizei rufen, wenn du frech zu ihr bist. Das heißt aber nicht, dass diese Regeln nicht auch sehr wichtig sind, denn sie machen unser Zusammenleben einfacher, schöner und glücklicher.
Wenn du mit deinen FreundInnen oder deiner Familie zusammen bist, musst du dir letztendlich immer selbst überlegen, welche deiner Handlungen richtig und welche falsch ist.
