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Was ist eine Rohrpost?
 

Was ist eine Rohrpost?

Um eine dringende Botschaft so schnell wie möglich zu verschicken, verwenden wir heute unser Handy oder den Computer. Mit einer E-Mail oder einer SMS kann die Nachricht in Sekundenschnelle von einem Ort an einen anderen gesendet werden. Aber wie hat das eigentlich früher funktioniert?


Für eilende Nachrichten hat man noch vor einigen Jahrzehnten die Rohrpost verwendet. Dazu wurden die Briefe in einer Büchse gut verpackt, in ein Rohr gesteckt und ab ging die Post! Durch die Röhren flitzen die Nachrichten unterirdisch von einem Postamt zum anderen. Und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometern!


Die erste Rohrpostanlage wurde 1853 in London gebaut und schon wenig später hat man diese Idee auf der ganzen Welt aufgegriffen und nachgemacht. Vielleicht hast du ja eine Idee, warum man damals solche Rohrpostanlagen gebaut hat. Immerhin hätte man die Botschaften ja auch über den normalen Postweg schicken können. Nun das hat folgenden Grund: Damals nahm die Zahl der Autos auf den Straßen sehr stark zu und die PostbotInnen hatten es ziemlich schwer, sich auf ihren Fahrrädern oder Kutschen einen Weg durch den dichten Verkehr zu bahnen. Ziemlich oft steckten sie im Stau und die dringenden Nachrichten kamen erst mit langen Verzögerungen ans Ziel. Weil die Rohrpost unterirdisch verlief, konnte sie natürlich nicht im Stau stecken und war daher viel schneller und zuverlässiger als die herkömmliche Briefbeförderung. Erst mit der Erfindung des Telefon- und Faxgerätes bekam die Rohrpost Konkurrenz.


In einigen großen Firmen, Amtsgebäuden und Krankenhäusern gibt es aber auch heute noch eine Rohrpost, um Nachrichten von einem Stockwerk in ein anderes zu schicken. Und so wie Collecti in unserem Rohrpost-Spiel flitzen auch im Parlament immer noch Büchsen mit dringenden Botschaften durch die Röhren in den Wänden. Denn die Rohrpost hat den großen Vorteil, dass Originaldokumente verschickt werden können. Das ist ganz wichtig, wenn zum Beispiel irgendwas unterschrieben werden muss. Und eigentlich können ja auch andere Dinge in die Büchsen gesteckt werden. Wer weiß, was da alles durch die Rohre flitzt!

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gedruckt am: Samstag, 4. Feber 2012

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