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    Schule, Lehre, Beruf und Universität. Alles über Bildung und Ausbildung in Österreich erfahrst du hier. 

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Bildung und Ausbildung

Bildung und Ausbildung – ist das nicht dasselbe? Immerhin klingen die beiden Wörter ganz ähnlich und haben sehr viel mit Lernen zu tun, damit wie man sich Wissen aneignet und wie man mit dem Wissen umgeht. 

Doch es gibt auch einen Unterschied:
Bildung kann sich mit allen möglichen Dingen befassen und hat kein Ende. Egal, wie gebildet jemand bereits ist, es wird immer Dinge geben, die sie oder er noch lernen und Fähigkeiten, die sie oder er noch weiter entwickeln kann. Zur Allgemeinbildung gehören Rechnen, Lesen, Schreiben, aber auch Musik, Geschichte, Geographie, Physik, Biologie und so weiter. Das alles sind Bereiche, die du wahrscheinlich als Unterrichtsfächer aus der Schule kennst.

Bildung passiert überall! Ganz besonders viele Bildungsmöglichkeiten bietet die Schule, aber für die jüngeren Kinder auch die Kinderkrippe oder der Kindergarten. Aber Bildung kann man auch im Gespräch mit Eltern und Großeltern, mit NachbarInnen und FreundInnen erfahren, beim Musizieren, in der Theatergruppe, oder beim Sport- und Kulturverein. Wichtig sind auch die Medien. Eigentlich klar, denn auch über Radio, Fernsehen, Zeitung und Internet, oder auch über Bücher können wir viele Dinge erfahren.

Bildung ist mehr als Wissen! Zu Bildung gehört zum Beispiel auch, dass wir verantwortungsbewusst mit unseren Mitmenschen und mit unserer Umwelt, aber auch mit uns selbst umgehen. Dass man die eigene Meinung gut vertreten und gleichzeitig die Sichtweisen anderer tolerieren kann und – wenn man ganz verschiedener Meinung ist – einen Kompromiss schließen kann, auch das gehört zur Bildung. Gleichzeitig soll man natürlich nicht alle Ansichten so einfach hinnehmen. Es ist wichtig, genau zu überprüfen und zu hinterfragen, ob etwas sinnvoll und richtig ist. Das gilt für verschiedene Informationen und die Meinungen anderer genauso, wie für die eigenen Ansichten! Wenn man Wissen aus vielen verschiedenen Bereichen miteinander verknüpfen kann und daraus vielleicht völlig neue Ansichten oder Ideen gewinnt, dann hat man auch viel gelernt und ist gebildeter als vorher. 

Bei einer Ausbildung hingegen, lernt man Dinge – Wissen und Können –, die wichtig sind für eine ganz bestimmte Sache, zum Beispiel für einen Beruf. Diese Dinge werden in einer Schule oder einer anderen ausbildenden Einrichtung vermittelt. Es ist genau festgelegt, was man alles wissen und können muss und am Ende der Ausbildung gibt es meistens eine Prüfung. Eine Ausbildung hat also einen ziemlich genauen inhaltlichen und zeitlichen Rahmen.
Eine Zahnärztin etwa muss viel über das Gebiss und die Zähne wissen. Es reicht aber nicht, wenn sie ein Loch im Zahn erkennt, sie muss auch gut mit dem Bohrer umgehen können und sie muss viel über Gesundheit und Krankheiten wissen. Dafür ist eine ziemlich lange Ausbildung, nämlich ein Studium an der Universität, nötig.
Ein Automechaniker wiederum muss alles über Autos wissen, wo der Motor ist, wie er funktioniert und so weiter. Er muss aber auch geschickt sein und mit seinem Werkzeug richtig umgehen – das braucht viel Übung, aber auch eine Ausbildung, zum Beispiel durch eine Lehre als Mechaniker. Bei der Lehrabschlussprüfung muss er sein Wissen und Können unter Beweis stellen.

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gedruckt am: Montag, 20. Mai 2013