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  • Die Zeit zwischen 1918 und 1938

Die Anfänge der Ersten Republik

Von 1914 bis 1918 tobte in Europa der Erste Weltkrieg. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde
in Österreich die Monarchie (Kaiser aus der Familie der Habsburger) von der Republik abgelöst, und
es kam zu wichtigen Veränderungen:

  • Aufteilung von Österreich-Ungarn

Das Kaiserreich Österreich-Ungarn wurde in mehrere Staaten aufgeteilt. In jedem Nationalstaat
hat man eine andere Hauptsprache gesprochen. Der Staat, in dem die BürgerInnen mehrheitlich
Deutsch sprachen, hieß zu Beginn „Deutsch-Österreich“.

  • Einführung von demokratischen Wahlen

Der Kaiser durfte nicht mehr über das Volk bestimmen, sondern jede/r StaatsbürgerIn sollte selbst
mitbestimmen. Im Februar 1919 wählten die ÖsterreicherInnen ihre politischen VertreterInnen.
Frauen durften zum ersten Mal wählen. Karl Renner von der sozialdemokratischen Partei wurde
Regierungschef.

Im Jahr 1919 wurde im Friedensvertrag von St. Germain festgelegt, dass Österreich ...
... sich nicht mit Deutschland vereinigen darf.
... offiziell eine Republik sein soll.
... Teile seines Gebietes an andere Staaten abtreten muss, z.B. Südtirol an Italien.

Die Probleme der Ersten Republik

  • Weltwirtschaftskrise

Die wirtschaftliche Situation war schlecht, und viele Menschen waren arbeitslos. Außerdem gab es eine Hungersnot.
 

  • Inflation

Das Geld wurde wertlos und die StaatsbürgerInnen konnten wichtige Güter, etwa
für Essen oder Heizmittel, nicht mehr bezahlen. Deshalb hat die Regierung im Jahr 1924 den
„Schilling“ als neue Währung eingeführt.
 

Es gab zwei Regierungsparteien: die christlichsoziale Partei und die
sozialdemokratische Partei. Diese beiden Parteien hatten allerdings unterschiedliche Interessen.

Das Ende der Ersten Republik

Alle diese Probleme schwächten die Republik und führten zu ihrem Ende: 1933 hat der christlichsoziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß das Parlament ausgeschaltet. Er wollte einen autoritären Staat gründen. Ein Jahr später kam es zum Bürgerkrieg zwischen Anhängern der beiden großen Parteien, also der christlichsozialen Partei und der sozialdemokratischen Partei. Anhänger der nationalsozialistischen Partei nutzten diese Krise: Bei einem Putschversuch ermordeten sie Bundeskanzler Dollfuß. Obwohl der Putsch scheiterte, wurde die nationalsozialistische Partei danach immer stärker.

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gedruckt am: Mittwoch, 23. Oktober 2019