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  • Österreich auf dem Weg in die EU

Der Aufbruch

Bis zum Ende der 1980er Jahre gab es in Europa den Eisernen Vorhang. Diese Grenze zog sich von Norden nach Süden und trennte Europa in zwei Teile: Alle Länder, die östlich dieser Grenze lagen, waren kommunistisch. Die westlichen Länder orientierten sich am Kapitalismus. Österreich gehörte zum Westen und grenzte direkt an den Eisernen Vorhang.

Im Jahr 1989 wurde der Eiserne Vorhang geöffnet, die Grenze zwischen Westen und Osten löste sich zunehmend auf. Österreich konnte seine Lage im Zentrum von Europa nützen. Österreichische Betriebe siedelten sich nun auch in Osteuropa an und verkauften dort ihre Güter. Weil die Wirtschaft internationaler wurde, stieg die Abhängigkeit zwischen den europäischen Ländern.

Die ersten Schritte?

1989: Die österreichische Bundesregierung suchte um Aufnahme in die Europäische Union (EU) an, die damals noch „Europäische Gemeinschaft“ hieß.

1994: Es gab eine Volksabstimmung in Österreich: Das Volk stimmte darüber ab, ob Österreich der EU beitreten sollte oder nicht. Zwei Drittel der österreichischen WählerInnen sagten „JA“ zum Beitritt.

1995: Österreich war nun offiziell ein Mitglied der Europäischen Union.

Die Aufnahme in der Europäischen Union

Seitdem Österreich ein Mitgliedsland in der EU ist, gab es viele Entwicklungen und Veränderungen:

  • Politik und Gesetzgebung: Viele Entscheidungen, die von der Europäischen Union getroffen werden, beeinflussen auch die österreichische Politik und Gesetzgebung.
  • Währung: Seit 2002 bezahlt man in Österreich mit dem Euro. Das ist die gemeinsame Währung der EU, die von 19 Staaten verwendet wird.
  • Studieren: Viele junge ÖsterreicherInnen studieren in einem EU-Land. Umgekehrt kommen auch Studierende aus anderen EU-Ländern an die österreichischen Universitäten.
  • Zuwanderung: Menschen aus verschiedenen EU-Ländern kommen nach Österreich, um hier zu leben und zu arbeiten. Sie haben fast die gleichen Rechte wie österreichische StaatsbürgerInnen.
  • Wirtschaft: Der internationale Austausch hat die Wirtschaft positiv beeinflusst. Österreich ist ein reiches Land und für Arbeitskräfte aus anderen Ländern attraktiv. Die Wirtschaft braucht die Zuwanderung.

Information

Im Juni 2016 gab es in Großbritannien eine Volksabstimmung über den Austritt aus der EU. Die Mehrheit der WählerInnen stimmte für den Austritt (= „BREXIT“ für BRitish EXIT).

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gedruckt am: Donnerstag, 15. August 2019