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Gedenkwanderung "Mühlviertler Hasenjagd"

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gab es in Österreich und Deutschland eine Diktatur. Eine einzige Partei, sie wurde nationalsozialistisch genannt, bestimmte alles. Viele Menschen wurden in dieser Zeit in Konzentrationslager gesperrt und ermordet: Juden, Roma, Sinti und Menschen, die anderer Meinung als die Nationalsozialisten waren.

 

Im Februar 1945, als der Krieg fast zu Ende war, gelang es ungefähr 500 Gefangenen des oberösterreichischen Konzentrationslagers Mauthausen auszubrechen. Sie wurden von Soldaten, Polizisten, aber auch Personen, die in der Umgebung des Konzentrationslagers wohnten, gejagt, gefangen genommen und brutal ermordet. Nur sehr wenige wurden von mutigen Menschen versteckt und konnten so gerettet werden. Diese Menschenjagd nannte man „Mühlviertler Hasenjagd“.

 

Anlässlich des 65. Jahrestages der „Mühlviertler Hasenjagd“ haben sich drei Schulklassen aus Oberösterreich und eine Gruppe von Lehrlingen der ÖBB auf Spurensuche gemacht. Am 2. Februar gingen diese vier Gruppen in einer Gedenkwanderung den Weg der Flüchtenden im tiefen Schnee nach, um eine Vorstellung davon zu bekommen, welchen Hindernissen und Gefahren diese ausgesetzt waren. Danach wurden die Eindrücke und Erlebnisse und die Gedanken der SchülerInnen und Lehrlinge in Workshops diskutiert.

Überlegt wurde, was das mit dem heutigen Leben zu tun hat, was man als Einzelperson tun kann, damit sich solche Ereignisse nicht wiederholen.

 

Die Ergebnisse wurden in Form von Filmbeiträgen und einer Zeitung aufgezeichnet. Filme und Zeitung stehen dir hier zum Ansehen und Nachdenken zur Verfügung!

Film zur Gedenkwanderung

Hier kannst du dir den Film zur Gedenkwanderung ansehen!
zum Film

https://www.demokratiewebstatt.at/demokratiewerkstatt/was-bisher-geschah/gedenkwanderung/
gedruckt am: Mittwoch, 21. August 2019