DemokratieWEBstatt.at

Müll trennen

3,7 Millionen Tonnen Abfall entstehen in den österreichischen Haushalten jedes Jahr. Unser Müll enthält aber nicht nur Mist, sondern auch wertvolle Rohstoffe. Damit diese wieder verwertet werden können und gefährliche Abfälle richtig entsorgt werden, ist richtiges Sammeln und Sortieren gefragt. Aber was gehört wohin?

Eine Hand wirft eine Flasche in einen Altglaskontainer
Altglas © Dr. Thomas Lammeyer / Clipdealer

Altglas: Glas ist einer der langlebigsten Rohstoffe, die es gibt. Verpackungsglas kann unendlich oft wiederverwendet werden. Altglas muss nach Bunt- und Weißglas getrennt werden. In die Altglastonnen dürfen aber keine Glühbirnen, feuerfestes Glasgeschirr, Spiegelglas oder Porzellan.

Altpapier: Zeitungen, Papierverpackungen, alte Schulhefte, Werbeprospekte oder Kartons – Papier ist einer der wichtigsten Rohstoffe. Es wird in der Papiertonne gesammelt, kann aber nur 8 bis 12mal wiederverwendet werden, da Papierfasern sehr empfindlich sind. In die Altpapiertonne darf aber kein Milchpackerl oder sonstige Papierverpackung mit Kunststoffbeschichtung.

Altmetall, wie Alufolien, Kronenkorken von Getränkeflaschen, Weißblechdosen oder Aluminiumdosen, wird in der blauen Tonne gesammelt.

Ein Stapel mit gepressten Plastikflaschen
Plastikmüll © richterfoto / Clipdealer

In die gelbe Tonne oder in den gelben Sack kommen Kunststoffe, wie Plastikflaschen, Joghurtbecher oder Folien. Aber Achtung! Nicht jedes Plastikteil ist auch wiederverwertbar, Spielzeugsachen oder Blumentöpfe dürfen nicht rein!

Biomüll am Kompost
Bio-Abfall © terra2024 / Clipdealer

Biogene Abfälle werden alle Abfälle genannt, die kompostierbar sind. Bioabfälle, wie Küchen- oder Gartenabfälle, Lebensmittelreste, Teesackerl, Blumen oder Obst- und Gemüsereste werden zu Komposterde und sind ein natürliches Düngemittel. Asche, Speiseöl oder der Staubsaugerbeutel gehören aber nicht in die „braune Tonne“.

Restmüll: All die Dinge, die nicht verwertet werden können, wandern in die Restmülltonne und kommen in die Müllverbrennungsanlage. Je mehr gesammelt und sortiert wird, desto weniger Restmüll fällt an. Da gibt es aber noch viel zu tun, denn momentan besteht der Restmüll aus 60 % verwertbaren Abfällen, die im falschen Abfalleimer gelandet sind.

Problemstoffe, wie Batterien oder Akkus sind besonders gefährlicher Abfall, aber auch Medikamente, Farblacke, Reinigungsmittel oder andere Chemikalien dürfen nicht über den Restmüll entsorgt werden, da sie in speziellen Anlagen behandelt und entsorgt werden müssen. Viele dieser Dinge können in den Geschäften, in denen sie gekauft wurden, wieder abgegeben werden.

Sperrmüll: Ein klappriges Fahrrad, ein kaputter Gartenstuhl oder die alte Wohnzimmergarnitur – große bewegliche Dinge, die sich in einem Haushalt ansammeln, landen früher oder später auf dem Sperrmüll. Dort werden sie nach Materialart getrennt und entsorgt.

Ein Haufen Elektroschrott
Elektronikmüll © Knut Niehus / Clipdealer

Elektrogeräte: Computer, Fernseher, Handy oder Küchengeräte enthalten zum Teil giftige Materialien, aber auch besondere Rohstoffe, die wiederverwertet werden können. Solche Geräte gibt man am besten dort ab, wo sie gekauft wurden.

Was als Müll oder Abfall gilt, ist im Gesetz genau definiert: Müll ist ein „Stoff oder Gegenstand, dessen sich sein Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss“.

Leider werden nicht alle Abfälle richtig entsorgt. Wie man sieht landen auch viele Dinge in der Restmülltonne, die da eigentlich nichts zu suchen haben.

Übrigens: Inerte Materialien sind unter den richtigen Bedingungen ungefährlich und verändern sich nicht.  

https://www.demokratiewebstatt.at/https://www.demokratiewebstatt.at/thema/abfall-und-muell/wohin-mit-dem-muell/muell-trennen/
gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017