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Überleben im Müll

Das Entsorgen und Beseitigen von Abfallresten ist nicht überall auf der Welt gleich geregelt. In vielen Ländern können sich nur reiche Menschen die Entsorgung ihres Mülls leisten. Und für viele Menschen sind die Abfallreste der Reichen oft die einzige (Über-)Lebensgrundlage. In der philippinischen Hauptstadt Manila etwa gibt es über 15.000 Müllmenschen. Sie leben auf den beiden riesigen Müllbergen, Smokey Mountain und Payatas. Auch in lateinamerikanischen Städten, wie etwa in Mexiko City gibt es zahlreiche Menschen, die von dem Leben müssen, was andere wegwerfen. In Kairo hatten sich die Müllsucher, Zabbalin genannt, ein gut funktionierendes Entsorgungssystem aufgebaut, das ihr Überleben und sogar ein geringes Einkommen sicherte. Mittlerweile hat die Regierung eine staatliche Müllabfuhr eingeführt und das Sammeln von Abfällen unter Strafe gestellt.

Auch Kinder leben und arbeiten auf den Müllbergen. Sie suchen nach recycelbarem Müll – Dosen oder Plastik, alles, was Geld einbringt – um ihre Eltern zu unterstützten.

Zwei schmutzige und ärmlich gekleidete Kinder
Auch Kinder arbeiten Deponien © wsw-media / Clipdealer

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gedruckt am: Sonntag, 20. August 2017