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Was ist Kinderarmut?

Jedes Kind braucht Glück, Liebe und manchmal auch ein bisschen Geld. Die Eltern oder die Menschen, bei denen Kinder leben, sollten dafür sorgen, dass sich die Kinder voll entfalten können. Aber für manche Eltern ist das schwierig, denn sie haben sehr wenig Geld zur Verfügung. Manche Mütter oder Väter müssen alleine für zwei, drei oder vier Kinder sorgen. Manche Eltern sind arbeitslos und verdienen kein Geld. Manche Eltern haben so große Probleme oder Sorgen, dass sie nicht gut für ihre Kinder sorgen können. Und manche Kinder haben gar keine Eltern.

Wenn man sich ganz selbstverständliche Dinge nicht oder nur sehr schwer leisten kann, dann gilt man als arm. Damit sind nicht nur Essen, Kleider, Wohnung, Heizung und Medikamente gemeint. In Österreich gehört zu den selbstverständlichen Dingen auch ein Familienurlaub, der Eintritt ins Kino, ein Computer, Bücher und Spielsachen und auch, dass man sich ab und zu FreundInnen nach Hause einladen kann. Als selbstverständlich gilt auch, dass Kinder auf Schulveranstaltungen und Schikurse mitfahren können.

Menschen in Armut leben oft unter schwierigen Bedingungen. Sie können zum Beispiel oft die Wohnung oft nicht heizen, weil das zu teuer ist. Manchmal leben sie in feuchten Wohnungen, die in schlechtem Zustand sind, oft haben sie auch wenig Platz zur Verfügung. Oder wenn die Waschmaschine kaputt wird, können sie sich die Reparatur nicht leisten.

Es gibt auch "Beziehungsarmut"

Kinder werden nicht nur als arm bezeichnet, wenn sie sich manche Dinge nicht kaufen können.  "Beziehungsarmut" bedeutet, dass jemand nicht die Möglichkeit hat, vertraute und enge Familien- und Freundschaftsbeziehungen aufzubauen.



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gedruckt am: Samstag, 21. Oktober 2017