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Gewählt - und dann...?

Wer als KlassensprecherIn ihrer oder seiner Klasse gewählt wird, hat natürlich Möglichkeiten und Verantwortungen, Pflichten und Rechte. Es ist ein Zeichen des Vertrauens, von den KlassenkollegInnen gewählt zu werden.
KlassensprecherIn zu sein ist eine ernsthafte, verantwortungsvolle Aufgabe. Es kann natürlich auch sehr viel Spaß und Freude machen, sich um die Klasse zu kümmern. Schließlich ermöglichst du deinen KollegInnen mitzubestimmen. Die VertreterInnen der KlassensprecherInnen von der fünften bis zur achten Schulstufe können an Sitzungen des Schulforums oder des Schulgemeinschaftsausschusses teilnehmen, dort beraten und ihre Meinung kundtun. Das bedeutet, sie diskutieren mit den LehrerInnen und Eltern gemeinsam und sagen, was für die SchülerInnen wichtig ist. Das heißt, dass die KlassensprecherInnen das Schulleben, soweit es einzelne Klassen betrifft, aktiv mitgestalten.

Daher muss sich eine Klassensprecherin oder ein Klassensprecher überlegen, wie sie oder er von den Anliegen der MitschülerInnen erfährt. Information, was in der Schule gerade vor sich geht, ist daher wichtig (z.B: Besteht der Wunsch nach einem gemütlicheren Aufenthaltsraum für lange Pausen, gibt es Schwierigkeiten mit bestimmten Lehrpersonen oder zwischen den SchülerInnen, gibt es Ideen für konkrete Projekte, usw…)  
KlassensprecherInnen sollten sich trauen, offen die Meinung der Klasse zu äußern, und keine Angst haben, Probleme anzusprechen. Ganz wichtig ist aber auch das Bedürfnis, Probleme zu lösen oder einfach Dinge und Zustände weiter zu verbessern. Dazu ist es oft notwendig zwischen verschiedenen Ansichten vermitteln zu können – eine sehr wichtige Eigenschaft.

Die SchulsprecherInnen sind zuständig, die Interessen aller SchülerInnen der Schule zu vertreten, an großen Schulen sind das oft mehrere hundert SchülerInnen. Das heißt auch, eine Schulsprecherin oder ein Schulsprecher muss zwischen wichtigeren und weniger wichtigen Angelegenheiten unterscheiden können. Sie oder er sollte aber immer ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer oder seiner SchulkollegInnen haben. Wenn du in den Biografien der PolitikerInnen nachliest, wirst du feststellen, dass viele genau das als die wichtigste Eigenschaft angeben, die man als VertreterIn des Volkes haben soll.
(Was sagen Abgeordnete über die wichtigsten Eigenschaften als Politikerin? Zu den Abgeordnetenbiographien )

Die SchülervertreterInnen sind verpflichtet, dazu beizutragen, dass die Schule gemäß ihren Aufgaben handelt. Das bedeutet, dass sie handeln müssen, sobald SchülerInnen politisch beeinflusst werden oder wenn irgendwelche (körperlich oder psychisch) gesundheitsschädigenden Faktoren auffallen. (z.B: Turnunterricht im frisch lackierten Turnsaal, Mobbing in der Klasse, zu teurer Schikurs, bei dem nicht alle SchülerInnen mitfahren können …).

Die LandesschülervertreterInnen und Bundesschülervertretungen arbeiten in beratender Funktion direkt mit dem Landesschulrat und dem Unterrichtsministerium zusammen. Sie schreiben entsprechend den aktuellen Entwicklungen Stellungnahmen, Kommentare und stellen Forderungen.

Um mehr über die Aufgaben der Landes- und der Bundesschülervertretungen (LSVs und BSVs) zu erfahren, klick dich auf die Seiten der Bundesschülervertretung. www.bsv.at

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/schule-und-demokratie/wahlen-innerhalb-der-schule/gewaehlt-und-dann/
gedruckt am: Samstag, 21. Oktober 2017