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Chat mit ZeitzeugInnen zum Thema „Der Zweite Weltkrieg“

Beim Chat am 11. November 2019 hatten SchülerInnen aus Wien und Kremsmünster die Möglichkeit, mit den ZeitzeugInnen Erni Mangold und Arik Brauer über deren Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkriegs zu sprechen. Die ZeitzeugInnen erzählten eindrucksvoll von ihrer Kindheit im Nationalsozialismus. Arik Brauer schilderte, wie ihn eine Hausmeisterin am Tag des Novemberpogroms vor SA-Männern im Klo versteckte. Erni Mangold berichtete, wie sie sich weigerte, dem Bund Deutscher Mädel (BDM) beizutreten. Beide sprachen aber auch über die wiedergewonnene Freiheit nach Kriegsende und betonten, dass sie im Vergleich zu FreundInnen und Bekannten großes Glück hatten, diese Zeit zu überleben. Die SchülerInnen hatten sich im Vorfeld ausgiebig mit den beiden ZeitzeugInnen befasst und gut recherchierte Fragen vorbereitet. Daraus entwickelte sich eine spannende Diskussion und ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten.

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Einige Fotos vom Chat zum Thema „Der Zweite Weltkrieg“

Herzlichen Dank an die beteiligten Klassen:

7. Klasse des BG/BRG Contiweg Wien (Wien)
5. Klasse des BG Stift Kremsmünster (Oberösterreich)

... und an die ZeitzeugInnen

Erni Mangold
Arik Brauer

Statement einer Schülerin aus Kremsmünster

Der Chat zum Thema „Zweiter Weltkrieg“ hat unserer Klasse wirklich sehr gut gefallen. Es war etwas anderes, persönliche Erlebnisse von Herrn Brauer und Frau Mangold zu erfahren, als im Unterricht bloß über das Geschehene informiert zu werden. Das, was sie erzählten, ließ uns tief in ihr Inneres blicken, und man konnte genau erfahren, wie die Menschen sich zu dieser Zeit gefühlt haben. Herr Brauer schrieb in sehr gehobener Sprache, was für manche SchülerInnen manchmal nicht ganz leicht zu erfassen war, wir haben seinen Stil jedoch auch sehr bewundert. Für uns stand fest, dass er als Schriftsteller tätig sein muss. Frau Mangold schrieb im Vergleich in einfacheren Worten, was ihre Erlebnisse sehr persönlich klingen ließ. Vor allem schickte sie kurze Botschaften sofort ab, weshalb wir nicht warten mussten, und da sie den Anfang machte, war der Chat gleich einmal spannend.

Was uns ein wenig gefehlt hat, waren die Mimik und Gestik der Zeitzeugen, die nur in einem Videochat zu sehen gewesen wären. Außerdem ist uns das Senden der Fragen zum richtigen Zeitpunkt nicht ganz leicht gefallen, man sollte ja die beiden in Ruhe und ausführlich antworten lassen, allerdings hatte man Angst, die eigene Frage nicht stellen zu können.

Der Chat war für uns spannend und informativ und wir möchten uns herzlich für die Möglichkeit, mit den zwei Zeitzeugen zu „reden“, bedanken.

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-antisemitismus-copy-1/chat-mit-zeitzeuginnen/
gedruckt am: Dienstag, 10. Dezember 2019