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Gute Seiten – schlechte Seiten

Adresszeile eines Internet-Browsers mit Cursor
Internet-Browser © gunnar3000 / Clipdealer

Was machst du, wenn du wissen willst, welche Filme heute im Kino gespielt werden? Und wo findest du Informationen, um ein Referat für die Schule vorzubereiten?
Die Antwort auf diese Fragen ist für die meisten von uns ein und dieselbe: im Internet.

Heute ist das Internet für viele Menschen die Informationsquelle Nummer eins geworden. Und so wie viele der Dinge, die im Internet stehen, für jeden und jede zugänglich sind, so können wir alle auch eigene Inhalte online stellen. Deshalb ist es wichtig nicht allen Informationen, die du im World Wide Web findest, blind zu vertrauen. Immerhin würdest du auch nicht jedem Menschen, den du auf der Straße triffst, einfach so alles glauben, oder?

Eine rote Taste mit der Aufschrift "NO" und eine grüne Taste mit der Aufschrift "YES"
Ja oder Nein? © kebox / Clipdealer

Aber wie kannst du nun unterscheiden, was richtig und was falsch ist? Damit du die Informationen, die du im Internet findest, einschätzen kannst, solltest du dir immer ein Bild von der Seite machen. Stell dir die folgenden Fragen:

Wer?
Versuche herauszufinden, wer hinter der Seite steht! Wer hat die Internetseite geschrieben? Wer hat die Seite herausgegeben? Ist es eine Firma, die Werbung macht? Ist es eine Spaßseite, die von lustigen Jugendlichen gemacht wurde? Jede gute Internetseite verfügt über ein Impressum, in dem du solche Dinge nachlesen kannst.

Warum?
Was glaubst du, soll mit der Seite erreicht werden? Soll sie dich unterhalten oder informieren? Könnte es sein, dass man dich beeinflussen will und möchte, dass du etwas Bestimmtes denkst oder machst. Wenn du etwa auf der Internetseite eines Süßigkeiten-Herstellers die Information findest, dass Zucker nicht dick macht, kannst du dir wohl denken, dass das nicht stimmen kann, oder…?

Wie?
Auch die Art und Weise, wie die Seite gestaltet ist, verrät einiges über die Qualität. Sind die Inhalte sorgfältig und übersichtlich dargestellt, oder herrscht totales Chaos und wimmelt es vor Rechtschreib- und Tippfehlern?

Wann?
Ist der Inhalt aktuell? Schau nach, ob ein Datum angegeben ist, wann die Inhalte zuletzt aktualisiert wurden.

Was?
Kannst du glauben, was auf der Seite steht? Ein gutes Zeichen ist es, wenn genaue Angaben über die verwendeten Quellen gemacht werden, so dass man nachprüfen kann, woher die Informationen ursprünglich stammen. Versuch doch ein paar Informationen anhand einer anderen Quelle, z.B. einem Lexikon zu überprüfen. Ebenfalls ein guter Hinweis ist, ob die Internetseite von anderen anerkannt und darauf hingewiesen oder verlinkt wird.

Gesucht – gefunden!

Wenn du eine gute und glaubwürdige Information gefunden hast, bedenke, dass du Texte nicht einfach so übernehmen darfst. Längere Texte zu kopieren und nicht anzugeben, woher du die Information hast, macht bei anderen den Eindruck, der Text wäre von dir. Und du darfst nicht einfach, das was andere geschrieben haben, „klauen“. Das nennt man dann „Plagiat“ und verstößt gegen das Urheberrechtsgesetz und ist außerdem strafbar. Am Besten verwendest du deine eigenen Worte und schreibst auch dazu, woher du die Information ursprünglich hast.

Tipp:

Wenn du dir unsicher bist, frag Erwachsene! Oder: schau auf den Seiten nach, die für Kinder gemacht wurden! Da kannst du dann ganz sicher sein, dass das alles stimmt, was du dort lesen kannst!

Ein Kind, das im Gesicht mit Farbe bemalt ist, sieht durch ein großes Fernglas in die Kamera.
Suchen © Yvonne Bogdanski / Clipdealer

Wer suchet der findet! Eigene Suchmaschinen für Kinder zeigen nur Seiten an, die auch gut für Kinder geeignet sind.

https://www.demokratiewebstatt.at/https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-being-digital-kinder-und-neue-medien/treffpunkt-internet-was-bedeutet-20/gute-seiten-schlechte-seiten/
gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017