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Spuren im Netz

Versuch doch mal deinen Namen in eine Suchmaschine einzugeben! Bist du überrascht von dem Ergebnis? Da findest du Menschen, die einen ähnlichen Namen haben, wie du. Vielleicht findest du sogar eine Information über dich selber?

Fußspuren im Sand
Fußabdrücke © stocksolutions / Clipdealer

Bei deiner Reise im Internet wirst du nämlich ziemlich genau beobachtet und du hinterlässt jede Menge Datenspuren, so ähnlich wie Fußabdrücke! Dein Computer kann nämlich eindeutig erkannt werden – über die so genannte IP-Adresse. IP ist eine Abkürzung für Internetprotokoll. So wie jedes Haus und jede Wohnung eine genaue Postanschrift hat, hat jeder Computer eine IP-Adresse und kann so erkannt werden. Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google oder Yahoo speichern deine Suchanfragen über die IP-Adresse. Die Ergebnisse, die du bekommst sind darauf abgestimmt, was früher schon von diesem Computer bzw. dieser IP-Adresse so alles gesucht wurde. Wenn du im Internet unterwegs bist, werden manchmal auch kleine Programme direkt auf deinem Computer abgelegt, die speichern, was du auf einer Internetseite so alles ansiehst und machst. Solche Programme nennt man auch Cookies.

Und bestimmt hast du schon einmal gehört, dass auch Soziale Netzwerke Daten, die du in deinem Profil angibst, speichern. Name, Alter, Wohnort, Interessen und Hobbies, Bilder und Dokumente und auch mit wem du online in Kontakt bist – all das wird gespeichert. Dir sollte klar sein, dass diese Daten persönlich sind und nicht für alle Menschen öffentlich einsehbar sein sollten. Alles, was du ins Internet stellst, bleibt gespeichert und du hast oftmals keine Kontrolle darüber, wer diese Informationen über dich später einmal lesen und vielleicht sogar benutzen wird.
Schon heute sind Informationen zu wichtigen Waren geworden. Firmen bezahlen Geld dafür, über ihre Kunden alles Mögliche zu erfahren. Nicht immer hast du Einfluss darauf, ob du einverstanden bist, dass solche Informationen weitergegeben werden.

Aber wie schützt du deine Daten?

Überleg dir, welche Informationen du über dich im Internet preisgeben willst. Poste keine Bilder oder Texte, die dir später einmal peinlich sein könnten oder die gegen dich verwendet werden könnten. Persönliche Daten wie deine Adresse, Handynummer, Passwörter etc. behältst du lieber für dich.

In fast allen Online-Communities kannst du deine Privatsphären so einstellen, dass nur FreundInnen deine Bilder, deinen Nachnamen oder andere Sachen, wie zum Beispiel deine Hobbys sehen können.

Und natürlich solltest du darauf achten, dass niemand deine Passwörter knacken kann.
Xv7&!HJk)=htoLW ist ein sicheres Passwort, aber wer kann sich das schon merken?
Hier ein paar Tipps, wie du dir deine Passwörter kinderleicht merken kannst und sie trotzdem sicher machst:

  • Verwende mindestens 8 Zeichen!
  • Verwende Groß- und Kleinbuchstaben, sowie Ziffern und Sonderzeichen!
  • Vermeide Zeichen, die nicht auf jeder Tastatur verfügbar sind, wie Ä oder ß! Damit du auch am Handy oder im Urlaub auf einer anderssprachigen Tastatur dein Passwort eingeben kannst.
  • Verwende verschiedene Passwörter für unterschiedliche Accounts!
  • Überlege dir von Zeit zu Zeit neue Passwörter!
Ein Mädchen sitzt mit Tastatur und Maus vor einem Computer und sieht lachend nach oben.
Sicheres Surfen © st-fotograf / Clipdealer

Besonders gut zu merken sind Passwörter, wenn sie für dich einen Sinn ergeben, zum Beispiel wenn du einen Satz bildest: So könnte das Passwort zu „Zum Frühstück trinke ich Kakao und esse zwei Butterbrote“ lauten: ZFtiK&e2B (jeweils der Anfangsbuchstabe bzw. Zahlen oder Zeichen der einzelnen Wörter).

Tipp:

Es ist ratsam, statt deinem richtigen Namen einen Nicknamen – also einen Spitznamen – zu verwenden. Dabei kannst du richtig kreativ sein und deiner Phantasie freien Lauf lassen. Wenn du Bilder verwendest: Nimm lieber nicht dein Passfoto, sondern ein Bild, das für dich steht – einen Stellvertreter. Man nennt den auch Avatar!

In den Nutzungsbedingungen kannst du nachlesen, wie mit deinen Daten umgegangen wird. Leider sind solche Texte oft sehr kompliziert geschrieben und es ist oft gar nicht so leicht zu verstehen, was da steht.

Was für dich gilt, gilt natürlich auch für andere!

Bilder, Namen oder andere persönliche Daten von FreundInnen (und auch FeindInnen) ohne Einverständnis preiszugeben, ist absolut tabu! Das macht man einfach nicht!

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gedruckt am: Mittwoch, 26. Juli 2017