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Was haben neue Medien mit Demokratie zu tun?

Durch das Internet wurde es viel leichter seine eigene Meinung kund zu tun. Ohne Meinungsfreiheit gibt es keine Demokratie. Dazu musst du keine ausgebildete Journalistin oder Reporter sein und Artikel in gedruckten Zeitungen schreiben. In Online-Foren, Sozialen Netzwerken, in Blogs oder auf deiner eigenen Homepage kannst du dich zu Wort melden und über Themen, die dir wichtig sind, erzählen, Texte verfassen und deine Meinung kundtun.

Wichtig für eine funktionierende Demokratie ist neben der Meinungsfreiheit auch die Möglichkeit, uneingeschränkten Zugang zu unabhängigen Informationen zu bekommen: Man soll Nachrichten nicht nur von einer einzigen Quelle beziehen können, sondern Zugang zu allen verfügbaren Quellen haben. Nur so kann man sich selbst eine Meinung bilden.

Aber nicht in jedem Land kannst du alle Internetseiten abrufen. Es gibt Länder, in denen d as Recht auf Meinungsfreiheit missachtet wird. Manche Staaten wachen darüber, was die Leute online schreiben, und darüber, dass es auch keine Möglichkeit gibt, staatlich unabhängige Nachrichten zu erhalten. In Ländern wie zum Beispiel China, Saudi Arabien oder Nord Korea kann auf viele Online-Nachrichtendienste nicht zugegriffen werden und Seiten wie Youtube, Facebook oder Twitter sind gesperrt.

Gerade Soziale Online-Netzwerke erscheinen vielen Staaten als gefährlich, weil sie ermöglichen, dass viele Menschen ihre Meinung sagen, sich austauschen, zusammentun und vielleicht sogar gemeinsam gegen die Regierung protestieren. Aber genau das gehört dazu, bei einer echten Demokratie!

Auf dieser Karte (Quelle: Wikipedia) siehst du, wie der Internetzugang in den verschiedenen Ländern der Welt geregelt ist.

Um mitreden und mitentscheiden zu können, ist es wichtig möglichst viele Informationen zu haben und einen umfassenden Einblick in politische Diskussionen zu erhalten.
Deshalb sind Sitzungen und Versammlungen, die das österreichische Parlament abhält, nicht nur öffentlich zugänglich. Auch wenn du gerade nicht in der Nähe des Parlamentsgebäudes in Wien bist, kannst du die Diskussionen online mit verfolgen.
zum Live-Stream

Medien werden oft als die Vierte Gewalt im Staat bezeichnet.

Auch bei uns gibt es Seiten, die von der Behörde gesperrt werden und die nicht abgerufen werden dürfen. Solche Seiten enthalten zum Beispiel rechtsextreme oder andere kriminelle Inhalte, die gegen das Gesetz verstoßen.

Tipp:

Schau doch in unserem Kalender nach, wann die nächste Plenarsitzung stattfindet. Vielleicht hast du ja Zeit und Lust, die Debatte im Internet zu verfolgen.

Ein Mädchen sitzt vor dem Computer und hält die Maus in der rechten Hand.
Kind am Computer © kmiragaya / Clipdealer

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gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017