DemokratieWEBstatt.at

Unsichtbares Geld

Wo ist mein Geld?

Bankräuber im Wilden Westen hatten es leicht, da lagen die Nuggets der Goldgräber im Tresor der Bank, den man dann knacken konnte. Heute, 120 Jahre später, schaut das anders aus: Das Geld, das wir zur Bank tragen, bleibt nicht dort, die Bank „lässt es arbeiten“. Das heißt, dass die Bank das meiste Geld an Firmen weitergibt bzw. damit auch Grundstücke (so genannte Immobilien) kauft. Wenn die Firma erfolgreich ist, erhält die Bank schließlich mehr Geld zurück.

Da das Geld einer Bank nun zum Großteil in Firmen aus dem In- und Ausland angelegt ist,  schließt die Bank einen Vertrag mit einer anderen Bank ab, die ihr Geld leiht, falls plötzlich alle SparerInnen ihr Geld zurück haben wollen. Die andere Bank macht das genauso und so spannt sich ein Netz an Rückversicherungen über das ganze Bankensystem auf der Welt. Jede Bank ist dadurch mit den anderen Banken verbunden, und niemand kann mehr genau sagen, wo sich das eingezahlte Geld eigentlich gerade befindet.

Möchtest du noch mehr erfahren?

Zahlen mit Plastikkarten

Schon im 19. Jahrhundert begannen Geschäfte oder Restaurants in den USA Kundenkreditkarten an ihre KundInnen auszugeben, mit denen man in ihrem Betrieb auf Kredit zahlen (also Schulden machen und später zurückzahlen) konnte. Ab den 1950er Jahren konnte man als Mitglied eines Kreditkarten-Clubs erstmals im In- und Ausland bezahlen. Heute kann man Kreditkarten über Clubs, Banken oder über das Internet beziehen und damit weltweit bezahlen; viele Einkäufe im Internet werden auch über Kreditkarten beglichen. Der Vorteil an Kreditkarten ist, dass man kein Bargeld mitbringen muss, sondern nur eine kleine Plastikkarte.

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-globalisierung/weltweit-transportieren-handeln-verkaufen/unsichtbares-geld/
gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017