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Was hat Kunst mit Politik zu tun?

Was Kunst und Politik miteinander zu tun haben, mag auf den ersten Blick nicht so ganz offensichtlich erscheinen. Tatsächlich sind die beiden Bereiche aber sehr eng miteinander verknüpft.

KünstlerInnen möchten durch ihre Kunst etwas zum Ausdruck bringen, sie haben eine Botschaft, die sie mit ihrem Kunstwerk vermitteln wollen. Oft ist das eine politische Botschaft, oft auch eine Kritik an der Gesellschaft. KünstlerInnen sind VordenkerInnen und bilden auch ein Stück der Zukunft ab. Das ist für eine Gesellschaft ganz wichtig, es geht darum, auch seine eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen.
Es ist eine Aufgabe der Politik Kunst nicht nur zuzulassen, sondern auch zu unterstützen.

In Österreich gibt es ein eigenes Ministerium für Kunst und Kultur: das Bundesministerium für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien im Bundeskanzleramt. Eine ganz wesentliche Aufgabe unserer Politikerinnen und Politiker ist es, die Kultur zu erhalten. Beim Denkmalschutz sollen zum Beispiel alle möglichen Dinge, die für Österreich geschichtlich oder künstlerisch wichtig sind, geschützt werden. Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass ein Haus unter Denkmalschutz steht? Dann darf man es nicht abreißen oder zu stark verändern, damit es in seiner ganzen Pracht erhalten bleibt.

Regalreihe aus Holz in einer alten Bibliothek mit vielen ähnlichen, großen Büchern
Bibliothek © snehit / Clipdealer

Zur Erhaltung der Kunst und Kultur gehört auch, dass ganz viele Kunstwerke in Museen oder in Bibliotheken gesammelt werden und dort von den Leuten gesehen werden können. Dafür wird vom Staat Österreich Geld zur Verfügung gestellt. Auch Opernhäuser und Theater, Musik- und Tanzgruppen, Verlage und noch viele andere Kulturinitiativen werden gefördert. Du hast selbst Musik- und Kunstunterricht in der Schule. Jede und jeder von euch hat so die Chance, schon in der Schule zu entdecken, ob er oder sie selbst künstlerisch aktiv sein möchte, und jede und jeder kann sich mit Kunst auseinandersetzen.
Diejenigen, die nach ihrer Schulzeit noch mehr über Kunst erfahren wollen, können auch Kunst studieren. Die Kunstuniversitäten in Österreich sind über die Ländergrenzen hinweg sehr bekannt. Dort lernen viele talentierte junge KünstlerInnen. Die Förderung von Kunst und Kultur ist also ebenfalls eine wichtige Aufgabe des Staates und der Länder. Diese Arbeit endet aber nicht an den Grenzen Österreichs, sondern man ist auch mit anderen Ländern in Kontakt und tauscht sich über Möglichkeiten aus und macht gemeinsame Projekte, zum Beispiel beim UNESCO-Weltkulturerbe.

Natürlich ist es auch wichtig, dass die Leute über Kunst und Kultur informiert werden und sich die Kunstwerke ansehen. Deshalb überlegen sich die PolitikerInnen immer wieder Programme und Maßnahmen, die den Menschen diese Dinge näher bringen. – Man nennt das auch Kulturvermittlung. Dafür sind die Museen und Büchereien ganz wichtig, aber auch der Unterricht in der Schule, in dem du vieles über österreichische und internationale Kunst und Kultur lernst, gehört dazu.

Ein ganz besonderes Projekt ist die Wien Aktion: Dabei reist du gemeinsam mit deiner Schulklasse eine Woche lang nach Wien, um die Bundeshauptstadt zu besichtigen und lernst neben politischen, geschichtlichen und wirtschaftlichen Dingen auch jede Menge über Kunst und Kultur.

Lies mal nach:

in der Demokratiewebstatt ist auch das Thema Pressefreiheit wichtig. Ähnlich ist es mit dem Wert der künstlerischen Freiheit!

Man findet Kunst und Kultur nicht nur in Museen, sondern auch in Kirchen, öffentlichen Gebäuden, Parks, auf der Straße und in Geschäften. Eigentlich ist Kunst überall!

Außenansicht des Naturhistorischen Museums in Wien
Naturhistorisches Museum © digitalpress / Clipdealer

Seit Anfang 2010 müssen Kinder und Jugendliche in den Bundesmuseen und in der Nationalbibliothek keinen Eintritt bezahlen. Du kannst also kostenlos Kunst genießen.

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gedruckt am: Mittwoch, 7. Dezember 2016