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Barrierefreiheit im Hohen Haus

In öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel im Parlament, ist Barrierefreiheit besonders wichtig. Damit alle Menschen das Parlament besuchen können, wurden Rampen, Aufzüge und ein Blindenleitsystem eingerichtet. Im Aufzug gibt es Tasten mit Brailleschrift und Durchsagen für sehbehinderte Menschen. Für kleinere Menschen oder RollstuhlfahrerInnen gibt es eine zweite Leiste mit Tasten auf niedrigerer Höhe.

Die Informationen auf der Internet-Seite des Parlaments, wie Parlamentarismus funktioniert, sollen auch alle Menschen verstehen können. Man kann sich diese Texte in Lautsprache vorlesen lassen oder Videos in Gebärdensprache ansehen. Allgemeine Informationen über Nationalrat und Bundesrat sind demnächst auch in „leichter Sprache“ verfügbar: Die Texte sind kürzer und einfacher geschrieben, die Schrift kann vergrößert werden.

Menschen mit Behinderung im Nationalrat

Als die ersten Abgeordneten mit Behinderung in das Parlament einzogen, gab es einige Neuerungen. Eine Rollstuhlrampe wurde gebaut, damit Abgeordnete im Rollstuhl auch vom Rednerpult zu ihren KollegInnen sprechen können. Das Rednerpult wurde verändert, dass es in der Höhe verstellbar ist. GebärdendolmetscherInnen übersetzen seither alle Reden im Parlament für gehörlose Abgeordnete, ebenso auch umgekehrt gebärdete Reden in die Lautsprache. Damit werden die Reden auch für gehörlose BesucherInnen und ZuseherInnen der Fernseh-Übertragungen verständlich.

Das Video der ersten Rede einer gehörlosen Abgeordneten im Parlament gibt es hier

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-leben-mit-behinderung/be-hindert-sein-ent-hindert-werden/barrierefreiheit-im-hohen-haus/
gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017