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Hautfarben: Vielfalt ja, Rassen nein

Vielleicht sagst du jetzt „Es gibt doch eindeutig verschieden Hautfarben! Das kann man doch sehen?!“ 

Selbstverständlich gibt es unterschiedlich helle oder dunkle Haut. Allerdings gibt es nicht drei oder vier „Farben“, die man klar voneinander abgrenzen kann, sondern zahlreiche Übergänge dazwischen.

Die Pigmentierung (Tönung) der Haut hängt vom geografischen Breitengrad ab und hat mit dem Schutz vor vermehrter UV-Strahlung zu tun: Entlang des Äquators, egal ob in Asien, Afrika, Australien, oder Süd-Amerika, ist die Pigmentierung ungefähr gleich stark.

Auf den Punkt gebracht: Über irgendeine „Rassen-Zugehörigkeit“ oder genetische Verwandtschaft sagt die Hautpigmentierung nichts aus! Beispielweise sind dunkelhäutige AfrikanerInnen mit den ebenfalls dunkelhäutigen ursprünglichen Einwohnern Australiens (Aborigines) nicht näher miteinander verwandt als andere Menschen!

Die alte (rassistische) Farbenlehre „schwarz, weiß, gelb und rot“ für die Menschengruppen war von Anfang an künstlich: Es gibt nur verschieden stark pigmentierte Haut, aber (außer bei den Simpsons) zum Beispiel keine gelben Menschen, auch keine weißen, schwarzen oder roten!

Die Hautfarben wurden geschaffen, um die „Rassen“ gegeneinander abzugrenzen. Deshalb mussten die Europäer – mitsamt mancher dunkelhäutiger Italiener und Spanier – „weiß“ werden, und hellhäutige Nordchinesen „gelb“.

Auf den Punkt gebracht: „Weiße“, „gelbe“, „rote“ und „schwarze“ Menschen oder sonstige „Rassen“ gibt es nur, wenn man die Welt mit einer Art „Rassen-Brille“ betrachtet.

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gedruckt am: Freitag, 28. Juli 2017