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Was tun gegen Rassismus und Vorurteile?

Kurz vor Mitternacht, eine finstere Straße, eine Gruppe von Männern... – Ohne darüber nachzudenken wechseln wir die Straßenseite. Die Männergruppe und die späte Tageszeit könnten eine Gefahr darstellen.

Unser Gehirn vergleicht die Situation mit unseren Erinnerungen: Haben wir so eine Situation schon einmal erlebt oder davon gehört? Dieser Vergleich hilft uns, die Situation schneller einzuordnen und zu reagieren.

Vor-Urteile erschweren Kennenlernen

Sich ein schnelles Urteil zu bilden, ist manchmal notwendig. Deshalb verallgemeinern wir: Männer sind gefährlich … Es gibt aber viele Fälle, wo ein solches Verhalten Vor-Urteile verstärkt und Begegnungen mit anderen Menschen verhindert. Vielleicht drohte gar keine Gefahr und die Männer waren nur auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier und wollten einen fröhlichen Abend verbringen?

Vor-Urteile entstehen aus Bildern in unserem Kopf, die nicht der Realität entsprechen, da sie alle Menschen einer Gruppe über einen Kamm scheren. Alle Menschen haben Vorurteile, egal ob Erwachsene oder Kinder. Zuerst sollten wir darauf achten, welche Vorurteile wir haben: Macht es einen Unterschied, wenn der Busfahrer einen Turban trägt? Wenn die neue Mitschülerin einen türkischen Namen hat? Wenn der Gegenspieler auf dem Fußballfeld dunkelhäutig ist?

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gedruckt am: Montag, 20. November 2017