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Maßnahmen gegen Rassismus und Vorurteile

Bewusstseinsbildung und Reflexion

Jeder Mensch hat Vorurteile. Wenn wir unsere Vor-Urteile kennen, können wir versuchen, anders mit diesen Situationen umzugehen. Wir können uns selber dabei beobachten, wie wir anderen Menschen begegnen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Zeit: Je mehr wir Zeit zum Nachdenken haben, desto bewusster werden uns unsere Vor-Urteile.

Kontakt mit anderen Menschen haben

Die türkische Mitschülerin mit Kopftuch, der syrische Student, der afrikanische Zeitungsverkäufer – Das sind Persönlichkeiten, einzigartig wie jedeR von uns. Wenn wir nicht auf die Gruppe sehen, sondern auf den Einzelnen, wenn wir Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennenlernen und positive Erlebnisse haben, können wir Vor-Urteile abbauen. Der Blick auf den Einzelnen ist ein wichtiges Mittel gegen Rassismus. Die Angst vor „dem Fremden“ und Unbekannten sinkt.

Diversität sichtbar machen

Je sichtbarer die Diversitätin unserer Gesellschaft ist, desto „normaler“ ist sie für uns. Dazu gehören auch Menschen des öffentlichen Lebens: Aus der Politik, dem Sport und der Kultur. Ein Beispiel dafür ist David Alaba, ein österreichischer Fußballerspieler mit dunkler Hautfarbe. Diese sogenannten „role models“ (deutsch: Vorbilder) haben eine Vorbildwirkung und tragen dazu bei, Vor-Urteile abzubauen. Nicht nur Menschen, sondern auch Puppen und Comic-Helden mit dunkler Hautfarbe machen Vielfalt sichtbarer.

Gruppenbilder überdenken

Das „Fremde“ kann uns Angst machen, weil wir es nicht kennen. Wir unterscheiden deshalb oft zwischen einem „Wir“ und „den Anderen“. Dazu gehört auch, dass wir manche Eigenschaften als „typisch“ für eine Gruppe bezeichnen. Das kann mitunter mit uns selbst zu tun haben. Wir alle möchten zu einer Gruppe gehören, zu der wir uns selbstbewusst bekennen können. Ist das der Fall, sind wir auch offener für das „Fremde“. Wenn das nicht so ist, dann brauchen wir das „Fremde“, um uns abzugrenzen. Dabei sollten wir wissen, dass es in jeder Gruppe freundliche und aggressive, nette und unsympathische Menschen gibt.

Zivilcourage zeigen/Rassismus melden

Wenn man einen rassistischen Vorfall beobachtet oder sogar selbst erlebt, kann man versuchen, den Täter/die Täterin zur Rede zu stellen. Wenn das unmöglich oder gefährlich ist, kann man den Vorfall melden, unter Umständen sogar bei der Polizei. Als Nicht-Regierungs-Organisation unterstützt zum Beispiel ZARA Opfer von rassistischen Diskriminierungen und berät sie, wie sie sich rechtlich wehren können. Zudem werden die Fälle im Rassismus-Report der Organisation dokumentiert, der einmal pro Jahr erscheint.

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gedruckt am: Freitag, 20. Oktober 2017