DemokratieWEBstatt.at

Die Weltreligionen

Die Menschen und Kulturen dieser Welt sind vielfältig und unterschiedlich. Ebenso verhält es sich mit den Religionen und Glaubensrichtungen der Menschen.

Je weniger wir über andere Religionen wissen, desto fremder sind sie uns. Das kann zu Ängsten und Vorurteilen führen. Es kann aber auch neugierig machen! Wie beten MuslimInnen, woran glauben BuddhistInnen eigentlich und was heißt „Shalom“?

Hier stellen wir fünf Großreligionen vor: den Buddhismus, das Christentum, den Hinduismus, den Islam und das Judentum. Diese Religionen sind große und alte Religionen und werden häufig als die „fünf Weltreligionen“ bezeichnet.

Fünf, acht, neun … Wie viele Weltreligionen gibt es?

Was eine Weltreligion ausmacht, dafür gibt es keine einheitliche Definition. Verschiedene Kriterien sollen helfen, eine Einteilung zu finden: etwa wie alt eine Religion ist, wie viele Anhänger sie hat, wie groß ihr Verbreitungsgebiet ist ... Allerdings herrscht auch bei diesen Kriterien keine Einigkeit.

Deshalb sind verschiedene Auflistungen von „Weltreligionen“ möglich. Recht häufig werden etwa neben Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum auch folgende Religionen als Weltreligionen bezeichnen:

  • Baha´i-Religion
  • Die Religionen Chinas (z.B. Daoismus, Konfuzianismus)
  • Sikhismus
     

Der Begriff „Weltreligion“ kann nicht eindeutig festgelegt werden. Zudem "verdeckt" er die oft tiefgreifenden Unterschiede zwischen den Religionen. Deshalb wird er heutzutage von ReligionswissenschafterInnen eher vermieden.

Unterschiede und gemeinsame Werte

Ein Stammvater der Menschen, der von Gott aus Lehm geschaffen wurde. Das Leben im unbeschreiblich schönen Paradies. Der Baum der Erkenntnis. Die "Vertreibung aus dem Paradies" …

Diese Geschichte liegt (in ihren Grundzügen) als Ursprungserzählung 3 Religionen zugrunde: dem Christentum, dem Judentum und dem Islam.

Alle drei Religionen gehen auf den Propheten Abraham zurück. Man nennt diese Religionen „Abrahamitische Religionen“ oder „Abrahamische Religionen“. Über 50% der Menschen gehören derzeit einer dieser Religionen an.

Bei allen Unterschieden finden sich bei vielen Religionen auch Gemeinsamkeiten. Einerseits liegt das daran, dass sie – wie etwa die abrahamitischen Religionen – einen gemeinsamen Ursprung haben und sich erst später auseinanderentwickelt haben.
Darüber hinaus hat man herausgefunden, dass es weltweit wichtige Übereinstimmungen bei den (ethischen) Werten gibt. Diese gemeinsamen ethischen Werte betreffen nicht nur Religionen, sondern auch säkulare, also nicht-religiöse Weltanschauungen.

Ein berühmtes Beispiel für so eine gemeinsame Wertvorstellung, die quer durch die Religionen und Weltanschauungen zu finden ist, ist etwa der Grundsatz:
„Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu“.

Auch die Ehrfurcht vor dem Leben, Gerechtigkeit, Fairness, Wahrhaftigkeit und gegenseitiger Respekt sind Werte, die viele gläubige wie nichtgläubige Menschen in aller Welt teilen.

Vielfältig

Alle Religionen sind unglaublich vielfältig. Sie haben eine Jahrtausende alte Geschichte und viele verschiedene Traditionen, Strömungen, Rituale, Feste und Bräuche. Gläubige Menschen vertiefen sich oft ein ganzes Leben lang in eine Religion und auch WissenschafterInnen beschäftigen sich damit. Die Religionen hier vollständig zu beschreiben, kann gar nicht gelingen. Wenn du selbst religiös bist, dann wird dir bestimmt noch Einiges einfallen, was für deinen Glauben wichtig ist und hier nicht beschrieben wird. Aber wir haben einige wichtige Dinge herausgepickt, die dich interessieren könnten.

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-religion-und-glaube/die-weltreligionen/
gedruckt am: Mittwoch, 12. Dezember 2018