DemokratieWEBstatt.at

Was haben Kinder mit Wirtschaft zu tun?

Wirtschaft geht uns alle an!
Klar, die Erwachsenen müssen arbeiten gehen und geben Geld aus, um Dinge zu kaufen. Aber was haben Kinder mit Wirtschaft zu tun?  

viele kleine Spielzeugautos in unterschiedlichen Formen und Farben
Spielsachen © 3quarks / Clipdealer

Ganz einfach! Wirf doch einmal einen Blick in dein Zimmer. All die tollen Spielsachen werden von Spielzeug-Firmen hergestellt. Dazu sagt man auch Produktion. Eine Firma produziert zum Beispiel Spielzeugautos, eine andere Puppen und wieder eine andere hat sich auf die Produktion von Spielkonsolen spezialisiert. Für die Produktion wird eine ganze Menge an Dingen benötigt, die die Firmen selbst wo anders einkaufen. Für die Reifen der Spielzeugautos muss Gummi eingekauft werden. Die Puppe braucht ein Kleid und dafür kauft die Firma Stoffe ein. Und für die Spielkonsole braucht man viele Kabel und Elektroteile.
Die fertigen Spielsachen werden dann in Geschäften verkauft. Von dem Geld, das die Firmen für die Spielsachen bekommen, müssen sie einiges bezahlen: Sie müssen ihre Angestellten bezahlen und sie kaufen Dinge ein, um noch mehr Spielsachen herzustellen und sie müssen Abgaben an den Staat leisten (Steuern)
Wenn die Chefinnen und Chefs der Firma gut gewirtschaftet haben, dann wird am Ende auch ein bisschen Geld übrig bleiben. Das ist der Gewinn.

Eine Frau schiebt ihren Einkaufswagen, der mit unterschiedlichen Waren gefüllt ist, durch einen Supermarktgang.
Einkaufswagen © kzenon / Clipdealer

Für die Firmen ist es wichtig, dass die Leute ihre Produkte einkaufen und verbrauchen, also konsumieren. Denn wenn Menschen konsumieren, geben sie Geld aus. Wenn viel konsumiert wird, muss von der Wirtschaft auch mehr produziert werden. Die Wirtschaft sorgt dafür, dass die Menschen die Dinge erhalten, die sie brauchen oder haben wollen.
Dabei bestimmt die Nachfrage das Angebot: Je mehr Menschen eine Ware haben wollen, also nachfragen, desto mehr wird davon auch hergestellt. Wenn viele Kinder Speilzeugautos, Puppen oder Spielkonsolen haben wollen, werden von vielen verschiedenen Firmen auch viele davon angeboten. Du kannst dir dann aussuchen, welche du haben willst. Hier greift der Staat gar nicht in das wirtschaftliche Geschehen ein. Das nennt man freie Marktwirtschaft.

In Österreich gibt es eine soziale Marktwirtschaft. Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Gleichzeitig greift der Staat mit bestimmten Regeln in die freie Marktwirtschaft ein, damit keine soziale Ungerechtigkeit entsteht. Es gibt zum Beispiel in einigen Bereichen Regelungen, die festlegen, wie viel die Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mindestens bezahlen müssen (etwa im Rahmen von so genannten Kollektivverträgen) oder einen Kündigungsschutz, der verhindert, dass jemand von einem Tag auf den anderen entlassen werden kann.

Manche Menschen kritisieren, dass in der Konsumgesellschaft auch viel Unnötiges produziert und verbraucht wird.

Jemand richtet eine Fernbedienung auf einen Fernseher-Bildschirm.
Werbung © karelindi / Clipdealer

Manches Mal macht uns auch die Werbung erst so richtig Lust darauf, etwas einzukaufen.

https://www.demokratiewebstatt.at/https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-wirtschaft-und-arbeit/was-haben-kinder-mit-wirtschaft-zu-tun/
gedruckt am: Donnerstag, 21. September 2017