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Kinderrechte weltweit

Fast alle Staaten haben die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben. Dadurch hat sich für Kinder weltweit schon vieles verbessert:

  • Die Zahl der Kinder, die in extremer Armut leben, wurde halbiert.
  • In 129 Ländern gehen gleich viele Mädchen wie Buben in die Schule.
  • Die Kindersterblichkeit hat sich mehr als halbiert.
  • Durch Impfprogramme konnten Maserninfektionen um 79 Prozent gesenkt werden. Das hat bis heute Millionen Kindern das Leben gerettet.

Trotzdem stehen Verstöße gegen die Rechte der Kinder in vielen Ländern dieser Erde auf der Tagesordnung.

  • Kinderarmut

    385 Millionen Kinder leben in extremer Armut. Das bedeutet, dass sie weniger als 1,70 € pro Tag zur Verfügung haben. Der Großteil von ihnen lebt in Afrika südlich der Sahara.

    (Bild © Clipdealer / wsw-media)

  • Kindersterblichkeit

    Jährlich sterben fast 6 Millionen Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten. Das sind rund 16.000 Kinder jeden Tag.

    (Bild © UN Photo / JC McIlwaine / CC BY-NC-ND 2.0)

  • Unterernährung

    3,1 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben an den Folgen von Hunger oder Unterernährung. Das sind täglich 8.500 Kinder.

    (Bild © Clipdealer / zurijeta)

  • Zwangsheirat von Mädchen

    Jährlich werden 15 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. In den ärmsten Ländern unserer Erde ist jedes dritte Mädchen davon betroffen.

    (Bild © UNICEF Ethiopia / Bindra / CC BY-NC-ND 2.0)

  • Kinderarbeit

    168 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren sind KinderarbeiterInnen.

    (Bild © Clipdealer / zatletic)

  • Bildungsmangel

    59 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule. Weltweit fehlen vier Millionen Lehrkräfte.

    (Bild © Unesco / GMR Akash)

  • Flucht

    28 Millionen Kinder sind auf der Flucht vor Krieg oder anderen Gefahren.

    (Bild © Clipdealer / ververidis)

  • Kindersoldaten

    250.000 Kinder werden als Kindersoldaten missbraucht.

    (Bild © MONUSCO / Abel Kavanagh / CC BY-SA 2.0)

Diese Kinder haben keine faire Chance im Leben. Das gefährdet nicht nur ihre Zukunft. Es entsteht ein Kreislauf aus Benachteiligung und Armut, der sich über Generationen hinweg fortsetzt. Das ist gefährlich für uns alle, weil so Ungleichheit und Ungerechtigkeit immer größer werden.

Ziele für eine bessere Zukunft – die Sustainable Development Goals (SDG)

Die Sustainable Development Goals (= engl. Ziele nachhaltiger Entwicklung) sollen die Welt verändern und sie zu einem besseren Ort für alle machen. Diese Ziele gelten für jeden Menschen – überall.

Bis 2030 sollen unter anderem Armut und Hunger besiegt werden. Wasser, Erde und Luftsollen geschützt und für alle Menschen jeden Alters ein gesundes Leben in einer gesunden Umwelt ermöglicht werden. Alle Kinder sollen zur Schule gehen, gut versorgt werden und sicher aufwachsen können. Frauen und Männer sollen gleichberechtigt sein, und Ungleichheiten innerhalb und zwischen den Staaten sollen bekämpft werden, sodass friedliche und gerechte Gesellschaften entstehen.

Das sind ehrgeizige Ziele, aber sie sind sicher nicht unerreichbar!

Auf den Punkt gebracht: Nach den MDGs kommen die SDGs. 

Im Jahr 2000 beschlossen die UN-Mitgliedstaaten die Millennium Development Goals (MDGs, engl. „Millenniums-Entwicklungsziele“), die bis zum Jahr 2015 acht große Ziele der Entwicklungszusammenarbeit verwirklichen sollten.

Die MDGs haben die Situation von Millionen Kindern und Erwachsenen verbessert und vielen das Leben gerettet. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Deshalb wurden 2015 die MDGs durch 17 neue Ziele erweitert, die diesmal für alle Länder weltweit gelten sollen: die Sustainable Development Goals.

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gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017