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Kometen, Meteoriten und Katastrophen

Neben den Planeten und Zwergplaneten gibt es in unserem Sonnensystem auch astronomische Kleinkörper, die um die Sonne kreisen und nicht kugelförmig sind. Hier kann man je nach Größe und Zusammensetzung zwischen Asteroiden, Kometen und Meteoroiden unterscheiden. Kometen sind am Nachthimmel gut erkennbar, da sie einen leuchtenden Schweif haben.

Das Geheimnis der Sternschnuppen

Sternschnuppe © Franz Stürmer
Sternschnuppe © Franz Stürmer

Hast du dich schon einmal gefragt, was Sternschnuppen eigentlich sind? Sie entstehen durch astronomische Kleinkörper (Meteoroiden, ca. 1 mm Durchmesser), die in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen. Die Leuchterscheinungen, die beim Verglühen entstehen, heißen wissenschaftlich Meteore, in der Umgangssprache Sternschnuppen. Die meisten Körper, die von der Erde angezogen werden, verglühen bereits in der Atmosphäre und gelangen nicht bis zur Erdoberfläche.

Gestein aus dem All

Von den wenigen astronomischen Kleinkörpern, die die Erdoberfläche erreichen, schlagen die meisten als kleine Meteoriten unbemerkt im Meer oder in unbesiedelten Gebieten ein. Selbst in besiedelten Gebieten richten sie aufgrund ihrer geringen Größe nur wenig Schaden an. Da sie aus den ältesten Materialien unseres Sonnensystems bestehen, sind sie wichtige Studienobjekte zur Erforschung der Geschichte des Sonnensystems.

Katastrophen von oben

Treffen größere Asteroiden auf die Erdoberfläche, erzeugen sie je nach Geschwindigkeit und Größe einen Einschlagkrater, verbunden mit einer gewaltigen Explosion. Einschläge von Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als 500 m können (weltweite) Naturkatastrophen auslösen. ESA, NASA und andere Weltraumorganisationen beobachten daher die Bahnen erdnaher astronomischer Kleinkörper genau, um bevorstehende Kollisionen zu berechnen, vorzuwarnen oder sogar Maßnahmen zu ergreifen.

In der Erdgeschichte finden sich mehrere Beweise für Katastrophen, die von Kleinkörpern verursacht wurden. Das Aussterben vieler Tierarten v.a. der Dinosaurier vor 65,5 Millionen Jahren wird durch den Einschlag eines oder mehrerer großer Meteoriten im Meer vor der Halbinsel Yucatan erklärt. Beim Aufprall wurden Staubpartikel und Wasser in die Atmosphäre geschleudert und verdunkelten für mehrere Jahre die Erde. Der Einschlag eines Asteroiden im Nördlinger Ries in Süddeutschland vor etwa 15 Millionen Jahren verwüstete weite Teile Mitteleuropas und hinterließ einen Krater von beinahe 25 km Durchmesser, der bis heute sichtbar ist.
Der Barringer-Krater in Arizona, USA, ist mit einer Entstehung vor 50.000 Jahren ein „geologisch junger“ Krater und daher noch gut erhalten. Er weist einen Durchmesser von 1200 m und 180 m Tiefe auf.

Geringe Bedrohung durch Himmelskörper auf der Erde

Rein statistisch ist der Einschlag solch großer Meteoriten nur alle 500.000 Jahre bis 10 Millionen Jahre zu erwarten. Ein so großer Brockens wie der, der zum Aussterben der Dinosaurier führte, kommt nur einmal in rund 100 Millionen Jahren vor.

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gedruckt am: Freitag, 18. August 2017