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Zukunft der Raumfahrt

Raumfahrt und Weltraumforschung heute und morgen

Raumfahrt und Weltraumforschung sind sehr teuer, je nach Wirtschaftslage erhalten Weltraumorganisationen die finanziellen Mittel, die sie benötigen. Daher werden nun auch vermehrt Privatunternehmen gefördert, eigene Raumfahrprojekte oder in Zusammenarbeit mit den bestehenden Raumfahrtagenturen durchzuführen.

Ein solch erfolgreiches Unternehmen ist z.B. SpaceX aus den USA. Mit eigenen Raketen und dem Dragon-Raumschiff ist die Firma seit 2012 als Transporteur zur Raumstation ISS unterwegs. Im Versuchsstadium ist momentan eine Rakete, die auch aufrecht wieder landen kann (Grasshopper).

Geplante Projekte und Missionen

Die NASA nahm vor allem aus finanziellen Gründen von einer bemannten Mondstation („Mondbasis“) Abstand. Folgende neue Ziele werden nun genannt:

  • ein bemannter Flug zum Mars (Zeitrahmen bis 2035).
  • dafür wird ein Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV = Mehrzweckmannschaftsfahrzeug) konstruiert, es befindet sich derzeit in Bau.
  • Dafür ist auch das Space Launch System (SLS), eine geplante Trägerraketenfamilie, in Entwicklung. Ein Start ist für 2017 vorgesehen. Die Trägerraketen sollen neben Frachttransport auch Flüge zum Mars und erdnahen Asteroiden ermöglichen.
  • Die ISS soll in den nächsten Jahren von den USA weiterhin unterstützt und ausgebaut werden. Im Weiteren wird in den USA die Konstruktion von Weltraumfahrzeugen und Missionen durch Firmen gefördert.

Die ESA richtet ihr Hauptaugenmerk auf die unbemannte Erforschung sowohl der Erde (durch Satelliten und Sonden) wie auch des Sonnensystems. Einige Projekte, die herausstechen:

  • Galileo – ein Satellitennavigationssystem der nächsten Generation – besser verfügbar und genauer (in Umsetzung bis 2019).
  • Ausbau der ISS Station (Weltraumlabor Columbus)
  • Cheops – Weltraumteleskop; Untersuchung der Eigenschaften schon bekannter Exoplaneten (Planeten außerhalb unseres Sonnensystems)
  • Gemeinsam mit der NASA wird das James-Webb-Weltraumteleskop als Nachfolger des Hubble-Teleskops entwickelt
  • Untersuchungen von Merkur und Sonne
  • Aurora: Langzeitprojekt zur Erforschung unseres Sonnensystems

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos steht mitten in einer Neuentwicklung ihrer Raumflotte. Moderne Trägerraketen und wiederverwendbare Raumschiffe sind in Planung und Erprobung, als Fernziel wird der Mars angegeben.

Für die chinesische Raumfahrt steht das Mondprogramm heute und in Zukunft im Mittelpunkt. Erst vor kurzem – am 14. Dezember 2013 – landete erstmals ein unbemanntes chinesisches Raumschiff auf dem Mond. Im Jahr 2024 soll dann der nächste Mensch den Mond betreten. Auch die eigene Raumstation Tiangong 1 soll weiter ausgebaut werden.

Die Idee einer Weltraumpolizei

Durch die Zunahme der „Akteure“ im Weltraum erscheint auch eine Regelung des Weltraumverkehrs notwendig. Fachleute fordern ein Space-Traffic-Management, das weit über Stoppschilder und Ampeln hinausgehen und dabei u.a. auf die Vermeidung von Weltraumschrott achten und den Funkverkehr regeln soll. Dies kann man sich als eine Art „Weltraumpolizei“ vorstellen, die verantwortlich für eine Verkehrsregelung und generelle Raumordnung im Weltall ist – vergleichbar einem Kontrolltower auf einem irdischen Flughafen.

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gedruckt am: Samstag, 24. Juni 2017