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Die verschiedenen Amtssprachen in Österreich

Für ganz Österreich gilt Deutsch als Amtssprache. Aber in bestimmten Regionen Österreichs gibt es auch regionale Amtssprachen. Dort gelten dann Deutsch sowie eine weitere Sprache als Amtssprachen. Die Verwendung dieser Amtssprachen ist im Staatsvertrag von 1955 im Artikel 7 oder in einer weiteren Verordnung geregelt. 

Die meist gesprochene der drei Amtssprachen ist Ungarisch. Insgesamt sprechen über 40.500 Menschen in Österreich die ungarische Sprache. Das sind umgerechnet immerhin an die 1.620 Schulklassen mit 25 SchülerInnen. Jede Menge, was? Die meisten Ungarisch sprechenden Leute leben in Wien, im Burgenland und in Niederösterreich. Allerdings gilt Ungarisch nur in einigen Gemeinden im Burgenland als anerkannte Amtssprache.

Fast 25.000 Menschen sprechen Slowenisch. Das wären in Schulklassen gezählt 1.000 gefüllte Klassen. Die meisten dieser Menschen leben in Kärnten, in der Steiermark und einige auch in Vorarlberg. Slowenisch ist in einigen Gemeinden Südkärntens als Amtsprache anerkannt.
Die slowenische Volksgruppe lebt schon seit dem 6. Jahrhundert in Kärnten.

Rund 19.500 Menschen sprechen Burgenland-Kroatisch. Stell dir 780 Schulklassen vor, in denen alle SchülerInnen Burgenland-Kroatisch sprechen.
Die Mehrzahl dieser Menschen lebt im Burgenland und daher ist Burgenland-Kroatisch in einigen Regionen des Burgenlands gesetzlich als Amtssprache festgelegt.

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Das Wort „Volksgruppe“...

„Volk“ kommt vom Althochdeutschen „folc“ und dieses Wort steht für „viele“. Eine Volksgruppe ist also eine Gruppe von Menschen gemeinsamer Abstammung, Herkunft, Geschichte und Kultur. Meistens sprechen die Menschen einer Volksgruppe auch dieselbe Sprache.

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gedruckt am: Mittwoch, 21. November 2018