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Amtssprachen und Demokratie

Dass eine Sprache eine Amtssprache ist, bedeutet gar nicht, dass es eine der meistgesprochenen Sprachen ist.  Die Menschen, die sie sprechen, sind in der Minderheit und haben jedenfalls lange und viel dafür gekämpft, dass ihre Sprache in Österreich anerkannt wird. Es gab sogar Zeiten, in denen es ihnen verboten war, ihre Sprache zu verwenden.

Der Einsatz hat sich ausgezahlt:
So haben jetzt Kinder in bestimmten Regionen Anspruch auf Schulunterricht in ihrer Muttersprache. Das Recht auf den Gebrauch der  jeweiligen gesetzlich anerkannten Amtssprache gibt Menschen auch die Möglichkeit, Auskünfte bei Ämtern in ihrer Muttersprache zu bekommen. Wenn eine Kärntner Slowenin z.B. bei einer Gerichtsverhandlung aussagen muss, dann kann sie darauf  bestehen, dass diese Verhandlung auch auf Slowenisch, also in ihrer Muttersprache, geführt wird. Das macht es natürlich einfacher, über die eigenen Rechte und Möglichkeiten der Mitbestimmung Bescheid zu wissen und danach zu handeln.

Vielleicht wohnst du oder warst schon einmal in einer Gegend, in der die Ortsnamen zweisprachig angeschrieben sind. Auch das ist eine Folge davon, dass Menschen für ihr Recht, sich in ihrer eigenen Muttersprache ausdrücken zu dürfen, gekämpft haben.

Lesco hat sich schlau gemacht!

"Die Grenzen Österreichs waren nicht immer so, wie wir sie heute kennen. Vor knapp 100 Jahren gehörte das, was heute Österreich ist, noch zu einem sogenannten Vielvölkerstaat, zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Und in einem Staat, der sich aus vielen verschiedenen Völkern zusammensetzt, werden auch viele Sprachen gesprochen."
– Ist doch logisch. Und einige von ihnen werden in Österreich auch heute noch gesprochen.

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gedruckt am: Freitag, 19. Juli 2019