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Statement der 5. Klasse des BG Gmunden (OÖ)

Die Organisation und die Grundidee gefiel uns sehr gut, es war auch interessant einmal mit Profis über Politik zu diskutieren. Es gibt 2 Punkte, die uns ein bisschen gestört haben, zum einen das Fehlen der 2 größten Parteien (SPÖ und ÖVP) und zum anderen, dass die Moderation wenig eingegriffen hat, als Herr Hübner leicht genervt reagierte. Wir fanden es auch gut mit einer zweiten Schule gemeinsam zu chatten. Am Anfang gab es leichte Probleme mit den Bludenzern, die aber schnell vorüber waren, als wir dann unsere Fragen an die Politiker stellen durften. Wir hatten Großteils die gleichen Meinungen und haben uns dann auch gut verstanden.

Statement von Luca, Schüler der 6. Klasse des BRG Bludenz (VBG)


Sehr geehrte Damen und Herren,

das Interesse von jungen Menschen an Politik und Zukunft zu wecken ist überaus wichtig und grundsätzlich ist die Idee eines Politikchats, wie Sie ihn vor kurzem veranstaltet haben, sehr gut.
Wie meines Erachtens zu sehen war, ist das Interesse der teilnehmenden Schüler sehr groß gewesen, was vor allem auch an den teilweise sehr interessanten Fragen zu sehen war. Des weiteren war ich auch sehr erstaunt, gleichzeitig aber auch froh, über das nahezu einwandfreie Benehmen und die sehr ausgeprägte Kommunikationsfreudigkeit von Seiten der Schüler.

Sehr enttäuschend war für alle Teilnehmenden, dass die beiden Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP es nicht für nötig erachteten einen Vertreter ihrer Partei zu stellen. Dies zeigt für mich ein totales Desinteresse an der Jugend unseres Landes und ist ein Zeichen in die falsche Richtung. Ich hoffe sehr, dass Sie den beiden Parteien dies auch so weiterleiten werden und, dass diese zukünftig eine Teilnahme an derartigen Veranstaltungen ebenfalls für nötig erachten werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die viel zu knappe zur Verfügung gestandene Zeit, denn es war kaum möglich mit den Vertretern der Parteien richtig zu diskutieren, geschweige denn Nachfragen zu vorhergehenden Fragen zu stellen. Sehr störend empfand ich auch, dass Abgeordnete teilweise mehrere Minuten für die Beantwortung von gestellten Fragen benötigten und es so nicht möglich war, mehr als drei bis vier Fragen zu stellen bevor die Zeit abgelaufen war.

Darüberhinaus finde ich, dass bei derartigen Veranstaltungen jeweils nur eine Klasse teilnehmen sollte. Es war zwar interessant die Fragen der anderen Klasse zu lesen, jedoch trat des öfteren das Problem auf, dass Fragen noch nicht fertig beantwortet waren als schon die nächste Frage kam bzw. zwei Fragen gleichzeitig gestellt wurden, jedoch liegt dies nicht nur an einer zu großen Teilnehmerzahl sondern, wie oben bereits angesprochen, an den viel zu knapp bemessenen zeitlichen Rahmenbedingungen.

Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass derartige Veranstaltungen ein Schritt in die richtige Richtung, nämlich ausgeprägte politische Bildung bei Jugendlichen, sind. Den Verantwortlichen, sowie auch den Abgeordneten ist ein großes Lob und ein Dank auszusprechen, denn es ist sicherlich nicht immer einfach das Interesse Jugendlicher für Politik zu wecken. Ich hoffe sehr, dass es in Zukunft derartige Möglichkeiten für möglichst viele Jugendliche geben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Luca Franzoi
BG Bludenz, 6. Klasse

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-demokratie-weltweit/chat-mit-politikerinnen/statements-zum-chat-am-10062010/
gedruckt am: Dienstag, 17. September 2019