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Die Spiele der Neuzeit: Winter- und Sommerspiele

Der Franzose Pierre de Coubertin hatte eine ganz schön verrückte Idee: Er träumte von einer friedlichen und sportlichen Veranstaltung, an der alle Völker der Welt gemeinsam teilnehmen. Sein Ziel war ein „Treffen der Jugend der Welt“ über alle staatlichen Grenzen hinweg. Damit wollte Coubertin die Verständigung zwischen den Völkern und den sportlichen Austausch stärken.
Er gründete ein Olympisches Komitee, das die Spiele unabhängig von staatlichen Einflüssen organisieren sollte.

Die olympischen Ringe auf Holz gemalt
Olympische Ringe © grafvision / Clipdealer

Das Symbol der Spiele, die fünf farbigen, ineinander verschlungenen Ringe, ist ebenfalls seine Erfindung. Damit werden die fünf Kontinente der Erde dargestellt. In den sechs Farben – gelb, grün, rot, blau, schwarz und der weiße Untergrund auf dem die Ringe abgebildet sind – finden sich die Farben aller Nationalflaggen dieser Welt. Jedes Land kann sich so in den Ringen wiederfinden.

Drei Hände halten gemeinsam eine brennende Fackel.
Brennende Fackel © ververidis / Clipdealer

Die olympische Fackel ist ein Zeichen für den friedlichen Sportkampf: Für die Dauer der Spiele und solange die Fackel brennt, sollen die Waffen ruhen und es soll sich alles um den sportlichen Wettkampf drehen.
Das Feuer wird bereits ein paar Monate vor der Eröffnung der Spiele im griechischen Olympia entzündet und tritt dann seine Reise zum jeweiligen Austragungsort an.

Nachdem die Sommerspiele ein voller Erfolg waren, wurden im Jahr 1926 erstmals auch Winterspiele ausgetragen. Heute werden im Abstand von zwei Jahren abwechselnd Sommer- und Winterspiele abgehalten.
Österreich war auch schon zweimal Gastgeberland der Winterspiele: 1964 und 1976 kamen in Innsbruck über 1.100 WintersportlerInnen zusammen, um beim Skilaufen, Eishockey, Bobsport und vielen weiteren winterlichen Sportarten  gegeneinander anzutreten.

Eine weiße Friedenstaube
Friedenstaube © arp / Clipdealer

Während der Olympischen Spiele herrschte im alten Griechenland Friedenspflicht. Wer sich mitten in kriegerischen Auseinandersetzungen befand, durfte an den Olympischen Spielen nicht teilnehmen.

Das olympische Feuer darf nur mit der Kraft der Sonne entzündet werden. Heuer wurde das Feuer am 18. März 2012 auf die Reise geschickt. Seitdem sind 8.000 Läufer unterwegs, die sich, wie beim Staffellauf, die Fackel von einer Strecke zur nächsten überreichen.

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gedruckt am: Donnerstag, 29. Juni 2017