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Frauen und Geschlechterrollen

Nur weil Frauen und Männer rechtlich gleichgestellt sind, bedeutet das nicht, dass sie von der Gesellschaft auch gleich behandelt werden. Noch immer gibt es Vorstellungen davon, was eine „typische Frau“ oder ein „typischer Mann“ ist. Die Gleichstellungspolitik achtet darauf, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen bekommen – egal, mit welchem Geschlecht sie geboren wurden.

Was bedeutet „Gender“?

Es gibt nicht nur das biologische Geschlecht, das einen Körper als männlich oder weiblich auszeichnet, sondern auch ein so genanntes soziales Geschlecht. Dieses soziale Geschlecht wird als Gender bezeichnet. Gender wird von Gesellschaft und Kultur geprägt. Alles, was als „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ angesehen wird, wirkt sich auf unser soziales Geschlecht aus.

Das Ziel von Gender Mainstreaming und Gleichstellungspolitik ist eine gerechte Gesellschaft, in der Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten haben, unabhängig davon, ob es ihrem sozialen Geschlecht entspricht oder nicht.

Maßnahmen und Förderprogramme

Jahrhundertelang wurde das Bild geprägt, wie eine Frau oder ein Mann auszusehen und sich zu verhalten hatte. Diese Geschlechterstereotypen sollen weiterhin abgebaut werden, damit jeder Mensch Ausbildung, Beruf und Privatleben frei wählen kann. Früher waren zum Beispiel nur Frauen für die Betreuung und Erziehung der Kinder verantwortlich; heute gibt es immer mehr Männer, die sich für einen „Papamonat“ oder eine Väterkarenz entscheiden, um bei ihren Kindern zu sein. Das alles sind wichtige Schritte, damit Gleichberechtigung auch im Alltag, im tagtäglichen Leben stattfindet. 

Gerade in Bereichen, die als „typisch männlich“ angesehen werden, gibt es viele Fördermaßnahmen für Mädchen und Frauen. Das betrifft vor allem technische und naturwissenschaftliche Ausbildungen und Berufe. Initiativen wie Girls’ Day oder „FIT – Frauen in die Technik“ richten sich an Mädchen und junge Frauen, um sie für eine technische oder naturwissenschaftliche Laufbahn zu motivieren:

UN-Botschafterin für Frauenrechte

“Both men and women should feel free to be sensitive. Both men and women should feel free to be strong. It is time that we all perceive gender on a spectrum, instead of two sets of opposing ideals.” (Emma Watson, UN-Sonderbotschafterin für Frauenrechte)

Die vollständige Rede der UN-Botschafterin für Frauenrechte, Emma Watson, im September 2014 vor den Vereinten Nationen zu Geschlechterrollen und der HeForShe-Kampagne, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt, kann nachgelesen und angehört werden.

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gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017