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Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen dokumentieren Erinnerungen von Menschen, die ansonsten verloren gegangen wären, und stellen somit ein Stück „mündliche Geschichte“ dar. Viele Erlebnisse aus vergangenen Tagen sind historisch wichtige Momente, die – für die Nachwelt aufgezeichnet – genauso wertvoll sind wie ein Blick in die Geschichtsbücher.

19. Mai 2017

In der Zeitreisewerkstatt mit dem Zeitzeugen Walter Arlen steht wieder das persönliche Gespräch und die Erinnerung im Vordergrund. Die Begegnung junger Menschen mit ZeitzeugInnen der Märztage 1938 in Österreich ermöglicht ihnen, Lehren für unser heutiges und zukünftiges Miteinander abzuleiten. Walter Arlen hat in den 1920-er Jahr die Schule in der Pfeilgasse im 8. Bezirk besucht. Am 19. Mai 2017 trifft Walter Arlen eine Schuklasse der NMS Pfeilgasse und wird auf Fragen der SchülerInnen antworten und aus seinen Erinnerungen erzählen. Walter Arlen besuchte in den 1920-er Jahren selbst die Schule in der Pfeilgasse und trifft nunmehr als Zeitzeuge auf eine Schulklasse aus seiner „alten“ Schule.
Walter Arlen wurde 1920 als Walter Aptowitzer in Wien geboren und wuchs bis 1938 im 16. Wiener Gemeindebezirk auf. Walter Arlen gelang es 1939, in die USA zu emigrieren und begann dort eine Karriere als Komponist, Musikwissenschaftler und Universitätsprofessor. Für den 97-Jährigen ist es das erste Mal, dass er in Österreich mit einer Schulklasse zusammentrifft, um sich zu erinnern.

6. Mai 2014

Eine der zum Gedenktag geladenen Zeitzeuginnen, Frau Dr. Dagmar Lieblová, stand im Rahmen des Zeitreise-Workshops der Demokratiewerkstatt Jugendlichen als Interviewpartnerin zur Verfügung.
Die SchülerInnen der 4. Klasse des BG/BRG Schwechat waren tief beeindruckt von den Erzählungen Frau Lieblovás über ihre Erfahrungen mit dem nationalsozialistischen Regime und das Überleben als jüdischer Häftling in den Konzentrationslagern des NS-Staates.

„Annexion 1938“

Am 12. März 2013 jährte sich der so genannte „Anschluss“, die Annexion Österreichs an NS-Deutschland, zum 75. Mal. Diesen historischen Ereignissen und deren Kontext ist ein gänzlich neu konzipierter Workshop der DemokratieWERKstatt im Parlament gewidmet. Damit leistet das Parlament, wie in den vergangenen Jahren mit Jugendprojekten im Vorfeld des Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus, einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildungsarbeit in Österreich.

Ziel ist es, jungen Menschen die Begegnung mit ZeitzeugInnen der Märztage 1938 in Österreich zu ermöglichen und aus dieser Begegnung Lehren für unser heutiges und zukünftiges Miteinander abzuleiten. Schon bald werden diese Gespräche, deren Eindringlichkeit nicht zu ersetzen ist, nicht mehr möglich sein.

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gedruckt am: Freitag, 19. Juli 2019