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Die Zukunft des Bauens

Mit dem Bauen sind Fortschritt und Wohlstand einer Gesellschaft verbunden. Eine rege Bautätigkeit ist gut für die Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze. Doch je mehr gebaut wird, desto höher sind die Belastungen für Natur, Umwelt und Mensch. 

  • Der Bausektor verbraucht die Hälfte aller geförderten Rohstoffe der Welt. Sand, Kies und Schotter machen davon fast die Hälfte aus
  • Das Bauen und der Betrieb von Gebäuden benötigt weit über ein Drittel des globalen Energiebedarfs in Form von Rohstoffen, Strom, Heiz- und Kühlsystemen.
  • Knapp 40 Prozent des weltweiten CO₂-Ausstoßes wird im Gebäude- und Bausektor (von der Herstellung der Baustoffe über den Bauprozess bis zum Betrieb von Gebäuden) verursacht.
  • Baustellen sind für 60 Prozent des weltweiten Abfalls verantwortlich.
  • Die Versiegelung von Flächen durch Asphaltierung und Betonierung nimmt rasant zu und hat sich in den letzten 30 Jahren um das Anderthalbfache erhöht.

    (Quellen: Internationale Energieagentur IAE, Global Status Report for Buildings and Constructions der Vereinten Nationen, energy innovation austria)

Auf den Punkt gebracht: Flächenfraß in Österreich

Die Fläche von 16 Fußballfeldern wird in Österreich täglich verbaut. Die Zersiedelung und Versiegelung von Flächen wird Flächenfraß genannt. Dabei werden Wiesen, Äcker oder Wälder zu Wohn- oder Gewerbeflächen umgebaut, die sich immer weiter vom Ortskern entfernen. Das hat Folgen für Natur und Umwelt, weil es die Vielfalt an Pflanzen und Tieren schwächt und das Verkehrsaufkommen erhöht. Durch Beton und Asphalt versiegelte Flächen zerstören fruchtbare Böden und heizen das Klima einer Region weiter an. Regenwasser kann nicht in den Boden versickern, das senkt den Grundwasserspiegel und erhöht die Gefahr von Überschwemmungen. Ändert sich die Nutzung einer Fläche, aber es bleibt die Bodenbeschaffenheit weitgehend erhalten, (zum Beispiel, wenn ein Solarpark entsteht) spricht man von Flächeninanspruchnahme.

Neue Ideen sind gefragt, um Bauen und Umwelt in Einklang zu bringen

Statt graue Betonwüsten wachsen Sträucher auf den Fassaden, die das Gebäude vor Hitze schützen und auch die Umgebung abkühlen. Durch verschiebbare Wände wird das Schlafzimmer zum Arbeitsplatz und das Jugendzentrum um die Ecke ist aus recycelten Schiffscontainern zusammengesetzt: Die Ideen für nachhaltiges Bauen sind vielfältig und kreativ!

Zukunftsfitte Bauideen

Nachgefragt: Was ist die Bauwende?

Damit Bauen nachhaltiger wird, fordern viele Menschen eine „Bauwende“. Natur und Umwelt sollen durch Bautätigkeiten weniger belastet werden und alle Menschen bestmöglich von neuen Bauprojekten profitieren. Dazu braucht es kreative Ideen, effiziente Technologien und ein Umdenken im Bausektor.

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/lebensbereiche/bauen-und-wohnen/die-zukunft-des-bauens
gedruckt am: Donnerstag, 5. November 2026