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Vielfalt und Inklusion

Durch Vielfalt entsteht etwas spannendes Neues! © flaperval Clipdealer

Vielfalt bereichert das Zusammenleben. Von den verschiedenen Kulturen kann man viel lernen. Wenn man Menschen anderer Kulturen respektvoll begegnet und sich auf sie einlässt, so lernt man manchmal ganz neue Ideen und Sichtweisen kennen. Durch Vielfalt kann Neues entstehen!

In der Geschichte gab es in vielen Bereichen einen regen Austausch mit anderen Kulturen, zum Beispiel in der Kunst, Musik, Wissenschaft oder Wirtschaft.

Auch die österreichische Kultur hat in den letzten Jahrhunderten viel von anderen Kulturen gewonnen. So stammen zum Beispiel „typisch österreichische“ Dinge wie das Gulasch, der Strudel und der Kaffee ursprünglich nicht aus Österreich.

Ebenso sind einige berühmte Persönlichkeiten streng genommen nicht in Österreich geboren: etwa die Kaiserin „Sisi“, der Komponist Wolfgang Amadé Mozart, die Schriftsteller Franz Kafka und Thomas Bernhard oder der Architekt Adolf Loos.

Müssen in einer Gesellschaft wirklich alle gleich sein? © ekinyalgin Clipdealer

Einheit oder Vielfalt?

Der Begriff „Integration“ wird im Alltag häufig so verwendet, als ob „die anderen“, zum Beispiel MigrantInnen, in eine einheitliche Gesellschaft eingebunden werden müssten.

Es wird dann außerdem so getan, als seien die Eigenschaften der Mehrheit „normal“, „richtig“ und irgendwie „wertvoller“ als die Eigenschaften der Minderheit, die integriert werden soll. Dabei wird vergessen, dass es auch innerhalb ein- und derselben Gesellschaft neben Gemeinsamkeiten zahlreiche Unterschiede gibt! Gesellschaften sind nicht einheitlich, sondern vielfältig!

Genauer betrachtet ist es gar nicht so klar, was die gemeinsamen, „typischen“ Eigenschaften einer Gesellschaft sind.

Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Personen? Gibt es eine Eigenschaft, welche die Personen in zwei Gruppen aufteilt?

Die Mitglieder der linken Gruppe sind in einem Sportverein aktiv.

Die Mitglieder der linken Gruppe sind Vegetarier.

Die Mitglieder der Gruppe links sind Katzenliebhaber. Die Mitglieder der Gruppe rechts unten sind Hundeliebhaber. Und die Gruppe rechts oben mögen keine Haustiere.

Die Mitglieder der Gruppe oben sind am Land aufgewachsen. Die Mitglieder der Gruppe unten sind in der Stadt aufgewachsen.

Diese Gruppen bilden sich je nach Haarfarbe.

Deshalb wird neben Integration häufiger der Begriff Inklusion verwendet. Inklusion bedeutet „Einschluss“. (Das Gegenteil wäre „Exklusion“ = Ausschluss.) Wenn von Inklusion gesprochen wird, so wird die Unterschiedlichkeit der Menschen als „normal“ und selbstverständlich angesehen, und Vielfalt für die Gesellschaft als wertvoll betrachtet.

Inklusion: Die Gesellschaft ist vielfältig. Alle sollen teilhaben können. © Robert Aehnelt Wikipedia CC-BY-SA 30 / Kinderbüro der Universität Wien

Hier muss sich nicht der Einzelne der Umgebung anpassen, sondern die Umgebung muss zu den vielen verschiedenen Menschen passen. Mögliche Hindernisse müssen beseitigt werden, damit alle am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Alle Menschen, ob MigrantInnen oder nicht, sollen die gleichen Möglichkeiten haben, egal ob bei der Arbeit, in der Schule oder in der Freizeit.

Inklusion: Die Umgebung passt sich den verschiedenen Bedürfnissen an. © Robert Aehnelt Wikipedia CC-BY-SA 30 / Kinderbüro der Universität Wien

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gedruckt am: Sonntag, 20. August 2017