Beim Thema “Gesundheit” denken viele zuerst einmal an eine gute körperliche Verfassung. Wohlbefinden hängt aber auch von Gefühlen und Gedanken ab sowie von einer Umgebung, die einem gut tut. Damit wir sagen können „Es geht mir gut“ braucht es:


Beim Thema “Gesundheit” denken viele zuerst einmal an eine gute körperliche Verfassung. Wohlbefinden hängt aber auch von Gefühlen und Gedanken ab sowie von einer Umgebung, die einem gut tut. Damit wir sagen können „Es geht mir gut“ braucht es:

Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt „Psychische Gesundheit“ als einen „Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann“.

Nachgefragt: Psychisch, mental oder emotional?
Das Wort „Psyche“ kommt aus dem Altgriechischen. Es wird mit „Seele“ oder „Gemüt“ übersetzt. Damit werden das Fühlen, Denken und Verhalten eines Menschen zusammengefasst. Auch „geistig“, „seelisch“ oder „mental“ werden zur Beschreibung der unbewussten und bewussten Vorgänge verwendet. Das Wort „mental“ stammt vom Lateinischen „mens“ ab und bedeutet „den Geist betreffend“. Es umfasst geistige Zustände wie Wahrnehmung, Gefühle, Verstand, Gedächtnis und vieles mehr. Um die psychische Gesundheit zu beschreiben, wird auch von „emotionalem“ Wohlbefinden gesprochen. Damit ist gemeint, dass wir uns gut fühlen und mit unserem Leben zufrieden sind.
Einflüsse auf die psychische Gesundheit
Ob wir uns gut fühlen, hängt von verschiedenen Dingen ab. Äußere und innere Umstände können unsere psychische Gesundheit beeinflussen. Zu den inneren Umständen zählen biologische und genetische Voraussetzungen, die etwa zu Erkrankungen führen können. Zu den äußeren Bereichen zählen alle Möglichkeiten und Beschränkungen, die bestimmen, wie wir unser Leben gestalten können. Das können zum Beispiel soziale Umstände, wie Armut, eine schlechte Wohnsituation oder ungleiche Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten sein. Auch die Umgebung, in der man lebt, und die Menschen, die einen begleiten, haben Einfluss auf unser Wohlbefinden.

iStock / Wipada Wipawin
Das Gegenteil von gesund ist nicht immer krank
Wer sich nicht gut fühlt oder „einen schlechten Tag“ hat, ist nicht gleich psychisch krank. Denn Stress, Probleme, negative Gedanken und schlimme Erlebnisse, die mit Gefühlen etwa wie Trauer, Liebeskummer, Lampenfieber oder Ärger verbunden sind, kennen alle von uns. Leider können negative Gefühle und belastende Situationen nicht immer vermieden werden. Wichtig ist, wie wir damit umgehen, um sie zu bewältigen. Denn ein guter Umgang mit schwierigen Situationen, Krisen und negativen Gefühlen ist ebenso Teil mentaler Gesundheit!
Unsere psychische Gesundheit hängt mit biologischen, psychischen und sozialen Bereichen zusammen. In all diesen Bereichen können Ursachen für Probleme stecken. Soziale Ursachen sind etwa Armut, Einsamkeit, Diskriminierung oder Schwierigkeiten in Schule und Familie. Viele dieser Probleme lassen sich nicht selbst lösen. Um hier Veränderungen herbeizuführen, spielen Politik und Gesellschaft eine wichtige Rolle.
International wurde mit der Ottawa Charta der WHO bereits 1986 ein Dokument geschaffen, dass fünf Bereiche festlegt, die für eine Verbesserung der körperlichen und mentalen Gesundheit der Menschen sorgen soll. Dabei geht es nicht nur um die Behandlung von Krankheiten, sondern um die Vorbeugung und Förderung gesunder Lebensumstände.

Auf den Punkt gebracht: Politische Ziele zur Förderung mentaler Gesundheit bei jungen Menschen
Die österreichische Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie hat zum Ziel, die Gesundheit junger Menschen bis zum 18. Lebensjahr nachhaltig zu verbessern. Sie wurde 2011 entwickelt und 2024 überarbeitet. Darin steht, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen sollen und bei Problemen und Krankheiten gut versorgt werden müssen. Das gilt nicht nur bei körperlichen Beschwerden, sondern beinhaltet auch bei die Förderung des psychischen Wohlbefindens.