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Wie geht es Jugendlichen in Österreich?

„Hallo, wie geht’s?“ Das hört man zum Einstieg in ein Gespräch auf der ganzen Welt. Das Thema Wohlbefinden und mentale Gesundheit ist aber nicht nur eine sprachliche Floskel und alltäglicher Gesprächsstoff, sondern auch Gegenstand zahlreicher Studien und Umfragen. Dabei zeigt sich: Mentale Gesundheit ist für junge Menschen wichtiger und präsenter denn je. Das liegt daran, dass man heute offener über Gefühle sprechen kann. Gleichzeitig verstärken die Krisen unserer Zeit negative Gefühle und Zukunftsängste.

Studien, die sich mit mentaler Gesundheit junger Menschen beschäftigen

Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass das Wohlbefinden junger Menschen durch globale Belastungen wie Kriege, Klimawandel, durch schulischen Leistungsdruck und durch soziale Medien negativ beeinflusst wird. Ängste, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen sind Folgen dieser Entwicklung. Gleichzeitig ist das Bewusstsein für psychische Gesundheit gestiegen. Es ist leichter darüber zu sprechen und sich Hilfe zu holen. 

Nachgefragt: Warum sind Mädchen und Buben von mentalen Problemen unterschiedlich betroffen?

Mit dem Erwachsenwerden sind viele Herausforderungen, Veränderungen und Entscheidungen verbunden. Kein Wunder, dass die Gefühlswelt da ins Ungleichgewicht kommt. In Studien zeigt sich: Beide Geschlechter sind von mentalen Gesundheitsproblemen betroffen, Mädchen jedoch stärker als Buben. Die Gründe dafür sind vielfältig und lassen sich nicht auf eine Ursache beschränken. Mädchen müssen sich in Sozialen Medien öfter mit Vergleichen und Anfeindungen herumschlagen. In der Kindheit wird Mädchen oftmals beigebracht, Probleme und Selbstzweifel eher nach innen zu richten. Auch veraltete Rollenbilder setzen unter Druck. Mädchen fällt es im Durchschnitt aber auch leichter, sich psychische Probleme einzugestehen.

Insgesamt hat sich die psychische Gesundheit vieler Menschen in den letzten zehn Jahren verschlechtert. Vor allem während der Corona-Pandemie sank das psychische Wohlbefinden über alle Altersgruppen hinweg, jedoch wirkte sich diese Zeit bei jungen Menschen besonders negativ aus (Copsy-Studie, 2024). Aktuell ist aber ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten (mental-health-days-Studie, 2025). 

Wie zufrieden sind Jugendliche in Österreich mit folgenden Bereichen?

Schutz- und Risikofaktoren mentaler Gesundheit

Schutzfaktoren - Das kann die psychische Gesundheit schützen:

  • Selbstbewusstsein
  • Positive Lebenseinstellung
  • Wissen über Hilfsangebote
  • Starke Bindungen und Unterstützung durch Freunde und Familie
  • Sport und Bewegung
  • Hobbies und Freizeitaktivitäten
  • Gute Bildung

Risikofaktoren - Das kann der psychischen Gesundheit schaden:

  • Übermäßige Nutzung Sozialer Medien
  • Leistungsdruck und Stress
  • Gewalterfahrungen
  • Drogenkonsum
  • Probleme in der Familie
  • Geldsorgen
  • Konflikte in der Schule oder am Arbeitsplatz, Mobbing
  • Einschneidende Erlebnisse, wie etwa der Verlust eines geliebten Menschen)

Digitale Welt und mentale Gesundheit

Am Handy chillen, TikToks checken, Nachrichten schreiben und streamen: Ohne Smartphone läuft heute (fast) gar nichts mehr. Aber wer zu viel Zeit online verbringt, kann damit der mentalen Gesundheit schaden. Vor allem die ständige Flut an schlechten Nachrichten, Hass im Netz und das Gefühl, ohne Handy etwas Wichtiges zu verpassen, machen Stress. Zusätzlich nagen die scheinbar perfekten, inszenierten Profile anderer am eigenen Selbstbewusstsein. Auch wenn nicht jede Internetnutzung schädlich ist, haben zahlreiche Studien festgestellt: Weniger Medienkonsum, erhöht das mentale Wohlbefinden. Es lohnt sich also ab und zu aufs Handy zu verzichten. 

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gedruckt am: Montag, 15. Juni 2026