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Tipps und Hilfe

Fühlst du dich körperlich nicht gesund, kannst du zu einer (Fach)Ärztin oder -arzt gehen. Was jedoch, wenn es einem psychisch nicht gut geht? Auch in dem Fall gibt es Fachpersonen, an die du dich wenden kannst! 

Sie können eine Diagnose stellen, beraten und behandeln. Manche dieser Fachpersonen sind Ärztinnen und Ärzte. Es gibt auch andere Ausbildungen, in denen die notwendigen Kompetenzen erworben und Methoden erlernt werden, um im Bereich psychische Gesundheit arbeiten zu können.

Verschiedene Berufsfelder rund um psychischer und sozialer Gesundheit oder seelischem Wohlbefinden

Weiterführende Informationen

Tipp

Du überlegst, dir Hilfe zu suchen, weißt aber nicht, ob du dich an eine Klinische Psychologin bzw. ein Klinischer Psychologe, eine Psychotherapeutin bzw. ein Psychotherapeut oder einen der anderen Fachleute wenden sollst? 
Dann kannst du dich an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt wenden, diese bzw. dieser kann dich weiterverweisen.

Stress lass nach! Was hilft?

Eine große Prüfung, eine steile Piste, ein Konflikt im Freundeskreis – auf herausfordernde Situationen reagiert der Köper mit Stress. Es wird das Hormon Adrenalin ausgeschüttet, Puls und Blutdruck steigen, und die Atmung wird schneller. Stress lässt sich nicht ganz vermeiden, und eigentlich ist Stress eine sinnvolle biologische Reaktion. Wenn es aber über lange Zeit viele stressige Situationen gibt, also Dauerstress, so ist das für Körper und Psyche belastend.

Bist du gerade „voll im Stress“, hilft es oft schon, sich aufs Atmen zu konzentrieren, um wieder „runterzukomen“. Tief ein- und ausatmen!

Eine einfache Atemübung ist die 4-7-8-Atemübung: 4 Sekunden einatmen - 7 Sekunden Luft anhalten - 8 Sekunden ausatmen.

Es gibt auch andere „Zahlen-Kombinationen“, die hier empfohlen werden (z.B. 4-7-11) Du musst dir die genauen Zahlen nicht merken, generell gilt: Länger ausatmen als einatmen! Das beruhigt und signalisiert dem Nervensystem: „Es ist okay.“

 


Gesundheitsinformation in Sozialen Medien

Was zwickt da bloß? Viele Menschen suchen bei gesundheitlichen Problemen im Internet nach Erklärungen und Behandlungsmethoden, wenn sie gesundheitliche Beschwerden haben. Dies trifft auch bei psychischen Belastungen zu. Der Vorteil dabei ist, dass diese Art, sich Gesundheitsinformationen zu beschaffen, ganz einfach (niederschwellig) ist: Man muss weder aus dem Haus gehen und eine Ärztin oder Arzt aufsuchen, noch irgendwelche Öffnungszeiten beachten. Außerdem man kann man anonym bleiben. In Podcasts erklären Expertinnen und Experten oder Betroffene in verständlichen Worten Wissenswertes über Krankheiten, Ursachen und Therapiemöglichkeiten. In sozialen Medien kann man sich mit anderen Betroffenen austauschen, und z.B. über Bilder schwierige Emotionen wie Trauer oder Angst mit)teilen.
Dass in Sozialen Medien psychische Belastungen mehr Inhalte zu mentaler Gesundheit gibt, und z.B. Influencerinnen bzw. Influencer offen darüber sprechen, kann dabei helfen, Tabus zu brechen und mehr Bewusstsein dafür zu schaffen. 

Risiken und Nebenwirkungen von Mental Health Influencerinnen und Influencern

Gerade, wenn es um die mentale Gesundheit geht, ist aber besondere Vorsicht geboten. Nicht alle Gesundheitsinformationen im Netz sind verlässlich! 

  • Oft werden die Informationen zu psychischen Erkrankungen stark verallgemeinert und vereinfacht. Einige Störungen und Erkrankungen sind geradezu ein „Trend“ auf Social Media (etwa ADHS)
  • Problematisch ist vor allem, wenn Nutzerinnen und Nutzer anhand von einzelnen Symptomen eine Selbstdiagnose stellen. Dabei kommt es leicht zu Fehldiagnosen oder man glaubt gar fälschlicherweise, eine Krankheit zu haben, obwohl man gesund ist.
  • Nutzerinnen und Nutzer sollten sich nicht unkritisch auf Empfehlungen ihres Lieblings-Youtubers zu Behandlungsmethoden und verlassen. Gerade wenn es scheinbar ein wahres „Wundermittel“ ist, kann sich dabei um Werbung handeln.
  • Selbst wenn die Influencerin oder der Influencer tatsächlich gute Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hat, lässt sich das nicht ohne Weiteres auf andere Personen übertragen.

Verlässliche Gesundheitsinformation - Faktencheck

Wie kann man verlässliche Gesundheitsinformation erkennen? Weil das gar nicht so einfach ist, hat die Österreichische Plattform für Gesundheitskompetenz eine Checkliste erstellt.

Wenn alle Punkte auf der Checkliste zutreffen, ist die Gesundheitsinformation mit höchstwahrscheinlich verlässlich!

Checkliste der Österreichischen Plattform für Gesundheitskompetenz

  • Die Gesundheitsinformation ist frei von Werbung
  • Verlässliche Gesundheitsinfos informieren ausgewogen, das heißt sie beschreiben z.B. Vor- und Nachteile, mehrere Möglichkeiten zur Behandlung
  • Fachbegriffe werden sparsam verwendet und ihre Bedeutung erklärt
  • Die Infos stammen von einer unabhängigen Einrichtung
  • Detaillierte Quellen werden angegeben (Literaturliste, Links zu Studien)
  • Die Gesundheitsinfo gibt an, wie gut oder schlecht sie wissenschaftlich abgesichert ist
  • Es ist ersichtlich, wann die Information erstellt oder aktualisiert wurde

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/lebensbereiche/thema-mentale-gesundheit/tipps-und-hilfe
gedruckt am: Donnerstag, 18. Juni 2026