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Die Französische Revolution (1789)

Am Ende des 18. Jahrhunderts ging es dem Volk in Frankreich sehr schlecht. Doch während die Bürger Hunger litten, lebte man am Hof des Königs in Saus und Braus.

Als König Ludwig XVI. (der Sechzehnte) die Steuern erhöhen wollte, brauchte er erstmals seit 175 Jahren wieder die Zustimmung der Generalstände. Diesmal verlangten die Generalstände als Gegenleistung für die Steuererhöhung mehr Rechte. Da ihnen der König diese Rechte nicht zugestehen wollte, kam es am 14. Juli 1789 zum Volksaufstand. Die Franzosen stürmten die Bastille in Paris – ein Gefängnis für Leute, die den König kritisiert hatten.
Damit wurde der König vorerst in die Knie gezwungen. Vertreter des dritten Standes beriefen nun eine Nationalversammlung ein, die eine Verfassung nach amerikanischem Vorbild ausarbeitete. Der König weigerte sich jedoch, diese anzuerkennen, und als man entdeckte, dass er heimlich einen Krieg gegen sein eigenes Volk angezettelt hatte, wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt.

Der "Sturm auf die Bastille" war der Beginn der Französischen Revolution. Die Menschen kämpften für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Diese Forderungen sind Ideen der Aufklärung und wurden zum Leitspruch der Französischen Revolution und sind auch in der französischen Verfassung verankert.

   

Die Generalstände waren eine Art Parlament, in dem die drei Stände – Klerus, Adel und der dritte Stand für den Rest der Bevölkerung – vertreten waren. Da jeder Stand bei Abstimmungen aber nur eine Stimme hatte, konnten der Klerus und der Adel gemeinsam den dritten Stand immer überstimmen.

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gedruckt am: Samstag, 21. Oktober 2017