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Was ist Mobbing?

Außenseiter © Clipdealer Andre Bonn

Unter Mobbing versteht man absichtliche, gezielte und wiederholte Angriffe auf Personen oder Gruppen. Das Ziel der Mobber ist es, ihre Opfer sozial auszugrenzen oder zu isolieren. Ein wesentliches Merkmal von Mobbing ist, dass die Angriffe regelmäßig und über einen längeren Zeitraum erfolgen.

Mobbing kann vieles sein: Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen oder wiederholte Sticheleien. Fiese Wortmeldungen über eine/n MitschülerIn oder Ausgrenzen einer Gruppe von SchülerInnen gelten als Mobbing-Handlungen, aber auch Prügel und andere Formen von körperlicher Gewalt gehören dazu. Es gibt viele Bereiche, wo Menschen gemobbt werden: in der Schulklasse, am Arbeitsplatz, im Verein, in der Nachbarschaft.

Ursachen und Gründe

Mobbing hat viel mit Macht zu tun: Die Mobber fühlen sich überlegen, indem sie andere Menschen erniedrigen und einschüchtern. Menschen, die gemobbt werden, sehen oft als einzigen Ausweg, die Schule oder den Arbeitsplatz zu wechseln. 

Die Gründe, wieso es zu Mobbing kommt, sind vielfältig: Stress, Langeweile, Konkurrenz, Eifersucht oder starke Gruppenbildungen. Oftmals sind persönliche Probleme oder Konflikte in einer Gruppe der Auslöser für Mobbing.

Beteiligte Personen

In einer Mobbingsituation, zum Beispiel in einer Schulklasse, gibt es verschiedene Rollen und beteiligte Personen.

  • TäterInnen greifen ihre Opfer wiederholt an und erniedrigen sie. Damit wollen sie ihr eigenes Selbstwertgefühl erhöhen. Manchmal sind sich TäterInnen ihrer Handlungen beziehungsweise der Folgen ihrer Handlungen gar nicht bewusst.
  • Opfern von Mobbing-Attacken fällt es oft schwer, über wiederholte Angriffe zu sprechen. Gemobbte Menschen suchen die Ursachen oft bei sich und vertrauen sich lange Zeit niemandem an.
  • MitläuferInnen sind Personen, die direkt am Geschehen beteiligt sind, indem sie die TäterInnen unterstützen oder durch Zustimmen die TäterInnen in ihrem Verhalten bestärken.
  • ZuschauerInnen können durch Ignorieren und Wegschauen ebenfalls Mobbing-Handlungen unterstützen. Nur wer aktiv eingreift und Hilfe holt, kann wiederholte Mobbing-Angriffe unterbinden.
  • Auch Erwachsene spielen bei Mobbing eine wichtige Rolle. Lehrpersonen und Eltern müssen Mobbing-Fälle ernst nehmen. Sie können durch umsichtiges Einschreiten und aufmerksames Zuhören Mobbing-Opfern helfen und Mobbing-Attacken beenden.
Laut OECD-Umfrage waren mehr als 20% der männlichen Jugendlichen im Alter zwischen elf und 15 Jahren in Österreich innerhalb eines Zeitraums von 2 Monaten zumindest zweimal das Opfer von Mobbing-Attacken. © OECD

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gedruckt am: Sonntag, 20. August 2017