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Nach 1945

Nach 1945 endete zwar der Holocaust, jedoch hatte das Leid der Überlebenden vielfach noch kein Ende. Eine Rückkehr in ein „normales“ Leben war aus vielerlei Gründen nicht möglich: Die körperlichen und psychischen Belastungen begleiteten die Opfer oft ein Leben lang. Viele hatten nicht „nur“ ihren Besitz, sondern sämtliche Familienangehörige durch den Holocaust verloren. Eine Rückkehr der Jüdinnen und Juden in die Heimat wurde von vielen Staaten auch nicht gefördert oder gar abgelehnt.

Der massive Antisemitismus in der Mehrheitsbevölkerung war auch nach Kriegsende in den meisten nicht plötzlich „verschwunden“. Nach 1945 wanderten viele europäische Juden und Jüdinnen aus, u.a. nach Amerika, und nach Israel (ab 1948).

Einige Opfergruppen wurden lange nicht als Opfer des NS-Regimes anerkannt, etwa die Roma und Sinti. Infolgedessen erhielten sie auch später keine finanzielle „Entschädigung“

Auch erlebten sie vielfach nicht, dass die Verbrechen des Holocaust gesühnt wurden. Viele der TäterInnen konnten flüchten, die meisten kamen ungestraft davon.
Bei den Nürnberger Prozessen im Jahr 1949 wurden 209 Personen angeklagt und verurteilt, 12 der Hauptkriegsverbrecher wurden zu Tode verurteilt. Aber zahlreiche Menschen, die am Holocaust beteiligt gewesen waren, konnten nach Kriegsende einfach ihr Leben und ihre Karrieren fortsetzen.
Beispielsweise waren allein in Auschwitz rund 7.000 SS-Angehörige im Dienst. Nur 788 kamen nach Kriegsende vor Gericht.

„Auschwitzlüge“ und „Mauthausenlüge“: Leugnung des Holocaust

Auch wenn gegen Kriegsende die NationalsozialistInnen versuchten, sämtliche Spuren und Beweise ihrer Verbrechen zu vernichten, so gibt es doch unzählige Beweise für den Holocaust, die aus verschiedenen Quellen stammen: Durch Augenzeugenberichte (von Opfern und TäterInnen), von den Häftlingen der KZs heimlich gefertigte Skizzen und Berichte, Briefe etc. sind die Vorgänge des Holocaust als historische Tatsache vielfach belegt.

Nichtsdestotrotz versuchen einige Gruppen immer noch, den Holocaust zu verharmlosen, ihn als „Lüge“ darzustellen und zu leugnen. Dazu als gehören sowohl AnhängerInnen der nationalsozialistischen Ideologie als auch HistorikerInnen verschiedener Nationen (diese werden als „RevisionistInnen“ bezeichnet.)

Was im Holocaust geschehen ist, übersteigt tatsächlich jegliches Vorstellungsvermögen. Die Leugnung des Holocaust bedeutet jedoch ein weiteres Unrecht an den Opfern, und steht in Österreich und Deutschland unter Strafe.

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gedruckt am: Montag, 16. Dezember 2019