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Ein Stern und das gelobte Land – das Judentum

Das Judentum ist die älteste der fünf Weltreligionen, es ist ungefähr 4.000 Jahre alt.
Die wichtigste heilige Schrift der JüdInnen ist die Torah. Sie besteht aus den fünf Büchern Mose. Diese sind auch im Alten Testament der christlichen Bibel zu finden. Die Torah ist schon sehr alt und oft sind die Texte und Botschaften schwer zu verstehen. Deshalb ist für Jüdinnen und Juden auch der Talmud sehr wichtig. Er hilft mit Erklärungen und Geschichten zu verstehen, was in der Torah steht.

Gläubige JüdInnen leben nach den Gesetzen der Torah. Dazu gehört, dass sie täglich beten und in der Torah lesen. Aber auch Regeln für den Alltag der Menschen und das Zusammenleben stehen darin. JüdInnen dürfen zum Beispiel  nur „koschere“ Speisen essen. Das bedeutet, dass das Essen rein sein muss und dazu nach bestimmten Regeln zubereitet wird. Der „Sabbat“, der Samstag, ist ein Feiertag. Jüdische Geschäfte haben an diesem Tag geschlossen und gläubige Jüdinnen und Juden dürfen nicht arbeiten, Auto fahren und kein Feuer anzünden. In der heutigen Zeit heißt das auch, dass keine elektrischen Geräte verwendet werden dürfen.

In der Torah (wie auch im Alten Testament) steht, dass der Messias kommen wird, um die Menschen zu retten. JüdInnen sehen diesen Messias aber nicht wie die ChristInnen in Jesus Christus.
Nach dem Glauben der JüdInnen hat Gott mit Abraham einen Vertrag geschlossen: Wenn Abraham aufhört, viele Götter zu verehren und nur mehr an den einen Gott glaubt, dann versprach ihm Gott, seine Nachkommen zu einem großen Volk zu machen und ihnen ein Land zu geben – das „gelobte Land“, Jerusalem. Im Jahr 70 nach Christus zerstörten die Römer die Hauptstadt dieses Landes und die JüdInnen wurden vertrieben.

Das war aber nicht das letzte Mal, dass Juden und Jüdinnen unter Vertreibung und Ausgrenzung zu leiden hatten.
In der Vergangenheit sind JüdInnen immer wieder verfolgt worden. Den Hass gegen Menschen jüdischen Glaubens nennt man „Antisemitismus“.
Besonders schlimm war der Antisemitismus in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Nationalsozialisten planten zwischen 1933 und 1945 die Vernichtung der europäischen Juden, den „Holocaust“ oder hebräisch „Shoah“, und töteten fünf Millionen Juden.
Durch die Verfolgung und Bedrohung ihres Lebens kam es, dass Jüdinnen und Juden sich im Laufe der Zeit über die ganze Welt zerstreuten. Die meisten Juden leben, wie sie sagen, in der Diaspora. Das heißt, sie leben in der Fremde und nicht in ihrer Heimat.

„Shalom“ heißt „Frieden“ und ist ein jüdischer Gruß.

JüdIn ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde. Man kann aber auch zum jüdischen Glauben übertreten.

Das Gotteshaus der Juden heißt Synagoge. Hier finden der Gottesdienst und das Gebet statt. Dazu müssen mindestens zehn erwachsene Männer anwesend sein. Ein Rabbiner verbreitet dort die Lehren des jüdischen Glaubens.

Ein wichtiges Zeichen des jüdischen Glaubens ist der Davidstern. Während des Zweiten Weltkriegs mussten Juden eine Armbinde mit diesem Symbol tragen, um für alle sofort erkennbar zu sein.

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gedruckt am: Montag, 18. Dezember 2017