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Nachgefragt! Wie sagst du deine Meinung?

Portrait von Rasul Kamaev am Computer
Foto © Rasul Kamaev

Rasul Kamaev (15 Jahre) ist Schüler des Polytechnikum Engerthstraße im 20. Bezirk. Er ist einer von zwei Vertretern aus Österreich, die an einer ganz besonderen Veranstaltung in Bukarest teilnehmen werden. Jugendliche aus zwölf Nationen halten dort anlässlich der Konferenz der europäischen WissenschaftsministerInnen von 23. bis 27. April einen internationalen Workshop ab. Unter dem Motto „We are the future“ werden sie ihre Ideen über die Zukunft der Bildung in Europa vorstellen.

Wir haben Rasul im April 2012 gefragt, welche Botschaften er gerne den MinisterInnen mitgeben möchte, wie aufregend es ist an einer internationalen Konferenz teilzunehmen und dort die eigene Meinung zu präsentieren und welche Tipps er gegen Lampenfieber für uns hat.

Worum geht es bei „We are the future“?

Bei „We are the future“ kommen Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern aus der ganzen Welt in Bukarest zusammen und machen einen Workshop, bei dem es um die Zukunft der Hochschulbildung und die Zugangsmöglichkeiten dazu geht. Während des Workshops findet eine Konferenz der europäischen BildungsministerInnen statt, das Ergebnis des Workshops wird dann auch den MinisterInnen präsentiert.

Welche Erwartungen hast du für die Konferenz in Bukarest?

Ich wünsche mir, dass zwischen uns und den MinisterInnen ein Austausch stattfindet und wir uns gegenseitig Fragen stellen können.

Welche Botschaft möchtest du dort gerne den WissenschaftsministerInnen mitgeben?

Bildungsbenachteiligte sollen mehr Chancen bekommen. In den Schulen und an der Uni soll sozialer Umgang miteinander gefördert werden. Menschen mit Behinderung gehören in „normale“ Klassen, dann haben beide Seiten etwas davon. Ich halte auch nicht viel davon, dass Kinder mit hohem IQ von den anderen getrennt werden. Auch der Erwerb von Wissen kann zur Sucht führen. Wissen soll geteilt werden mit anderen Menschen, die unterschiedlich sind, z.B. von der Religion, Herkunft, Hautfarbe und Kultur. Das Wissen kann dem einen oder anderen als Waffe dienen, wenn es nur für sich selbst verwendet wird. Es gibt auch Personen, die immer mehr Wissen wollen aber selbst ihr Wissen nicht teilen.

Bist du schon aufgeregt?

Ja, aber ich bin nicht so aufgeregt, dass ich zittere und nicht mehr reden kann. Ich finde es spannend, was auf mich zukommt, und freu mich darauf zu sehen, was die anderen machen.

Hast du Tipps und Tricks, wie man mit Lampenfieber umgeht?

Dass man einfach nicht an sein Lampenfieber denkt und sich auf das Thema konzentriert.

Warum ist es dir wichtig, dass Jugendliche bei dieser Konferenz zu Wort kommen?

Weil Jugendliche ein großer Teil unserer Zukunft sind.

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gedruckt am: Dienstag, 22. August 2017