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Wer wählt hier wen?

Wer vertritt uns? Projektion auf der Fassade des Parlaments © Parlamentsdirektion / Mike Ranz
Wer vertritt uns? Projektion auf der Fassade des Parlaments © Parlamentsdirektion / Mike Ranz

Am 29. September ist es so weit! Die Nationalratswahlen 2013 werden abgehalten. Nach einer Legislaturperiode von fünf Jahren werden nun die Karten im Nationalrat neu gemischt.

Wer bekommt die meisten Stimmen, wer gewinnt und wer verliert Mandate? Werden neue Parteien in den Nationalrat einziehen? Und wer wird die Regierung bilden? Fragen über Fragen! All das werden die Österreicherinnen und Österreicher mit einem Kreuzchen am Stimmzettel entscheiden.

Zur Wahl gebeten werden mehr als sechs Millionen Menschen in Österreich.

Sie können sich bundesweit zwischen 9 verschiedenen wahlwerbenden Parteien entscheiden, die alle um die Gunst der WählerInnen werben:

  • SPÖ: Sozialdemokratische Partei Österreichs
  • ÖVP: Österreichische Volkspartei
  • FPÖ: Freiheitliche Partei Österreich
  • BZÖ: BZÖ-Liste Josef Bucher
  • GRÜNE: Die Grünen – Die Grüne Alternative
  • KPÖ: Kommunistische Partei Österreichs
  • NEOS: NEOS Das Neue Österreich und Liberales Forum
  • PIRAT: Piratenpartei
  • FRANK: Team Frank Stronach

In einzelnen Landeswahlkreisen – Landeswahlkreise entsprechen den Bundesländern - gibt es dann noch folgende wahlwerbende Parteien:

Im Burgenland, in Oberösterreich, in der Steiermark und in Vorarlberg:

  • CPÖ: Christliche Partei Österreichs

In Oberösterreich und Wien:

In Vorarlberg:

  • EUAUS: EU-Austrittspartei
  • M: Männerpartei

In Wien:

  • SLP: Sozialistische LinksPartei

Damit eine Partei bei der Wahl antreten kann, benötigt sie entweder die Unterstützung von zumindest drei Abgeordneten aus dem Nationalrat oder 2.600 Unterstützungserklärungen aus der Bevölkerung.
Tatsächlich in den Nationalrat einziehen dürfen schließlich aber nur jene Parteien, die bei der Wahl mehr als vier Prozent aller bundesweit gültig abgegebenen Stimmen erhalten oder aber auch jene wahlwerbende Partei, die im ersten Ermittlungsverfahren, daher auf Ebene der Regionalwahlkreise bereits ein Mandat erhält. Dieses Mandat nennt man dann Grundmandat oder Direktmandat.

Die letzten Nationalratswahlen fanden 2008 statt. Damals gingen 78,8% der ÖsterreicherInnen zur Wahl. Das ist ganz schön viel im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, obwohl in Österreich die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren eher gesunken ist.

Transparent am Parlament zur Nationalratswahl 2013 © Parlamentsdirektion / Bernhard Zofall
Transparent am Parlament zur Nationalratswahl 2013 © Parlamentsdirektion / Bernhard Zofall

Bei der Nationalratswahl wird nicht die Regierung gewählt, sondern die VertreterInnen der Menschen im Nationalrat. Nach den Wahlen beauftragt der Bundespräsident (oder die Bundespräsidentin) den Chef bzw. die Chefin der stärksten Partei mit der Bildung einer Regierung.

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gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017