Republik Österreich - Parlament Republik Österreich - Parlament
DemokratieWEBstatt.at

Wer wählt hier wen?

Am 29. September 2019 finden Nationalratswahlen in Österreich statt.

Wer bekommt die meisten Stimmen, wer gewinnt und wer verliert Mandate? Werden neue Parteien in den Nationalrat einziehen? Und wer wird die Regierung bilden? Fragen über Fragen! All das werden die Österreicherinnen und Österreicher mit einem Kreuzchen am Stimmzettel entscheiden.

Wer wählt hier wen?

Wahlberechtigt sind mehr als 6,4 Millionen österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger.

Sie können sich bundesweit zwischen acht verschiedenen wahlwerbenden Parteien entscheiden:

  • Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei (ÖVP)
  • Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
  • Freiheitliche Partei Österreich (FPÖ)
  • NEOS – Das Neue Österreich (NEOS)
  • JETZT – Liste Pilz (PILZ)
  • Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige (KPÖ)
  • Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE)
  • Wandel – Aufbruch in ein gemeinwohlorientiertes Morgen mit guter Arbeit,
    leistbarem Wohnen und radikaler Klimapolitik. Es gibt viel zu gewinnen. (WANDL)
     

In einzelnen Landeswahlkreisen – Landeswahlkreise entsprechen den Bundesländern – gibt es dann noch folgende wahlwerbende Parteien:

Im Burgenland:

  • Christliche Partei Österreichs (CPÖ)

In Kärnten:

  • Allianz der Patrioten (BZÖ)
     

In Oberösterreich:

  • Sozialistische LinksPartei (SLP)
     

In Tirol und Vorarlberg:

  • Jede Stimme GILT: Bürgerparlamente und Expertenregierung (GILT)

In Wien:

  • BPÖ – Bierpartei Österreich (BIER)

 

Damit eine Partei bei der Wahl antreten kann, benötigt sie entweder die Unterstützung von zumindest drei Abgeordneten aus dem Nationalrat oder 2.600 Unterstützungserklärungen aus der Bevölkerung.
Tatsächlich in den Nationalrat einziehen dürfen schließlich aber nur jene Parteien, die bei der Wahl mehr als vier Prozent aller bundesweit gültig abgegebenen Stimmen erhalten oder aber auch jene wahlwerbende Partei, die im ersten Ermittlungsverfahren, daher auf Ebene der Regionalwahlkreise bereits ein Mandat erhält. Dieses Mandat nennt man dann Grundmandat oder Direktmandat.

Die letzten Nationalratswahlen fanden 2017 statt. Damals gingen 80% der ÖsterreicherInnen zur Wahl. Im Vergleich zu den Nationalratswahlen im Jahr 2013 stieg die Wahlbeteiligung um 5,1% (2013: 74,9 %).

Bei der Nationalratswahl wird nicht die Regierung gewählt, sondern die VertreterInnen der Menschen im Nationalrat. Nach den Wahlen beauftragt der Bundespräsident (oder die Bundespräsidentin) den Chef bzw. die Chefin der stärksten Partei mit der Bildung einer Regierung.

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-wahlen/wer-waehlt-hier-wen/
gedruckt am: Freitag, 13. September 2019