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Was bedeutet „Generation“?

Der Begriff „Generation“ kommt aus dem Lateinischen und bezeichnet alle Menschen, die in einem bestimmten Zeitabschnitt geboren wurden. Von einer Generation zur nächsten gibt es einen durchschnittlichen Zeitraum, der immer in etwa gleich groß ist. Zwischen deinem Geburtsjahr und dem deiner Eltern liegen um die 30 Jahre. Ebenso viele Jahre liegen in etwa zwischen deinen Eltern und deinen Großeltern. Das heißt, deine Großeltern sind etwa 60 Jahre älter als du. Wenn du selbst einmal älter bist, sind deine Enkelkinder ebenfalls diesen Zeitraum von dir entfernt. So folgt auf eine Generation die nächste und so weiter. 

Ein Vertrag zwischen den Generationen? 

Ein Generationenvertrag existiert nicht auf dem Papier, ist also kein echter Vertrag, den alle Menschen unterschrieben haben. Es ist aber eine Idee, die darauf basiert, dass Gerechtigkeit zwischen den Generationen herrscht und sich die verschiedenen Generationen gegenseitig unterstützen. 

Die Generation, die gerade im erwerbsfähigen Alter ist und arbeitet, soll für die ältere Generation, die nicht mehr arbeiten kann, sorgen. Dafür zahlt die jüngere Generation Geld in die Pensionskasse ein, wo es an nicht mehr erwerbstätige Menschen verteilt wird. 

Wer jetzt arbeiten geht und Pensionsbeiträge einzahlt, bekommt also nicht genau dieses Geld in der Pension wieder zurück, sondern bezahlt damit die Pensionen der älteren Menschen von heute. Dies geschieht aber in dem Wissen, dass in einigen Jahren die nachfolgende Generation, also die heutigen Kinder, ebenfalls für die ältere Generationsorgen wird. Eine Generation kümmert sich also um die nächste Generation

Wie wirkt sich der demografische Wandel auf das Pensionssystem aus?

 

In Zukunft wird es im Verhältnis mehr Menschen im Pensionsalter im Vergleich zu Menschen im erwerbsfähigen Alter geben. Das bedeutet, dass immer weniger Geld für eine steigende Anzahl an pensionsberechtigen Menschen zur Verfügung stehen wird. Der Generationenvertrag funktioniert dann in seiner bisherigen Form nicht mehr. Was also tun? 

ExpertInnen sehen verschiedene Lösungsansätze. Einerseits könnte das Pensionsantrittsalter angehoben werden, das heißt, dass Menschen später in Pension gehen als bisher. In Österreich liegt das Pensionsalter derzeit für Männer bei 65 Jahren, für Frauen bei 60 Jahren. 

Neben der staatlichen Pensionsvorsorge gibt es auch noch die betriebliche und die private Pensionsvorsorge. Diese beiden Modelle sind freiwillig und nicht staatlich vorgeschrieben. Bei der betrieblichen Vorsorge zahlt der Arbeitgeber Beiträge in die Pensionskasse ein, bei der privaten Vorsorge jede/r Erwerbstätige selbst. Bei Pensionsantritt werden diese Beiträge dann ausbezahlt. 

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/jung-und-alt/miteinander-gross-werden/generation-was-ist-das
gedruckt am: Samstag, 17. Oktober 2020