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Religion und Glaube, ist das dasselbe?

An etwas zu glauben und einer Religionsgemeinschaft anzugehören sind zweierlei Dinge. Etwas zu glauben bedeutet, auf etwas zu vertrauen. Das muss kein Gott oder eine übergeordnete Macht sein, das können auch Werte, Prinzipien, Menschen und Meinungen sein, an die man glaubt und an denen man festhält.
Das Wort Glaube kommt aus dem Indogermanischen und heißt „begehren“ oder „lieb haben“. Das bedeutet auch auf etwas zu vertrauen und es für wahr zu halten.

Das Wort Religion stammt u. a. vom lateinischen Wort „religio“ ab und wird auch mit „Gottesfurcht“ oder „Gottesverehrung“ übersetzt. Darin kommt die Beziehung von Menschen zu etwas Übergeordnetem zum Ausdruck: Es geht um die Verehrung von etwas Heiligem. Das kann ein Gott sein, den man sich als eine richtige Person vorstellt, aber auch etwas Göttliches, wie eine Macht oder Kraft.
In der Religion folgen die Menschen einem festgelegten Glauben, mit Gebeten, Ritualen, Festen und so weiter. Die Menschen einer Religion gehören dadurch zusammen, sie bilden eine Gemeinschaft, die so genannte Religionsgemeinschaft.

Religion und Glaube können nicht bewiesen werden, sie sind eher Vorstellungen, auf die die Menschen vertrauen. Trotzdem hat Religion ganz wichtige Auswirkungen auf das Leben der Menschen: Es gibt festgelegte Regeln und Verhaltensweisen. Religion bietet Erklärungen und Orientierungshilfen an, sie macht Hoffnung, gibt Halt und Zuversicht und spendet Trost.

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gedruckt am: Donnerstag, 14. Dezember 2017