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Hat Religion etwas mit Politik zu tun?

Kirche und Staat sind in Österreich zwar voneinander getrennt, trotzdem spielen religiöse Themen auch in der Politik immer wieder eine wichtige Rolle, etwa wenn es um religiöse Bekleidungsvorschriften oder den Bau von Gebetshäusern geht, oder ganz allgemein darum, ob religiöse Wertevorstellungen mit den Gesetzen übereinstimmen.

Die Trennung von Kirche und Staat soll die Kirche vor der Einmischung des Staates schützen. Gleichzeitig wird der Staat dadurch vor kirchlicher Bevormundung und religiöser Belehrung geschützt. Der Staat verhält sich neutral zu religiösen Angelegenheiten, prinzipiell gibt es aber in allen europäischen Staaten die Bereitschaft, den Religionsgemeinschaften einen besonderen Stellenwert und besondere Rechte zuzugestehen.

Lange Zeit waren die Angelegenheiten von Kirche und Staat eng verwoben und auch heute noch gibt es Staaten, in denen die Religion einen großen Einfluss auf die Gesetzgebung hat.

Zwei Menschen schütteln einander die Hände.
Handschlag © friday / Clipdealer

Das Konkordat ist ein Vertrag zwischen einem Staat und der katholischen Kirche. Aber was steht in diesem Vertrag?
In Österreich ist etwa der Religionsunterricht in Schulen vertraglich mit der katholischen Kirche geregelt. Auch die Errichtung von Diözesen ist in diesem Vertrag verankert, ebenso wie die Festlegung der kirchlichen Feiertage.

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gedruckt am: Mittwoch, 26. Juli 2017