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Was bedeutet Globalisierung?

Globali-was?

Globalisierung kommt von dem Wort „global“, das „die ganze Welt betreffend“ oder „weltweit“ heißt. Es leitet sich vom lateinischen Wort „globus“ ab, das „(Erd-)Kugel“ bedeutet. Damit heißt Globalisierung eigentlich „Weltweitwerdung“. Gemeint ist damit, dass die Welt immer stärker vernetzt wird. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nehmen die Verbindungen vor allem in den Bereichen von Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt und weltweit zu. Das betrifft einzelne Menschen, Organisationen und ganze Staaten über Ländergrenzen und Kontinente hinweg.

Durch neue technische Entwicklungen wie den Ausbau von Flugverkehr und Transportsystemen oder das Internet ist es mittlerweile einfach geworden, die Beziehungen zu anderen Ländern zu stärken und zu erweitern. Der Wunsch, rund um die Erde verbunden zu sein, ist auch heute noch groß und hat verschiedene Ursachen: Er kann aus wirtschaftlichen Berechnungen, politischen Interessen oder einfach nur aus persönlicher Begeisterung entstehen. Diese unterschiedlichen Gründe haben alle Einfluss auf die Gestaltung der Globalisierung und bringen viele Vor- und Nachteile mit sich.

Ein Blick in die Geschichte

Natürlich hat es internationale Beziehungen schon immer gegeben, aber erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spricht man von Globalisierung. Das Interesse für andere Länder hatte meistens wirtschaftliche oder politische Gründe, aber auch Neugier war ein wichtiger Motor dieser Entwicklung.

Asien – eine alte Faszination

Zwischen Europa und Asien fand schon vor Jahrtausenden ein Austausch von Handelsgütern statt, durch den man mit anderen Kulturen in Kontakt kam.

Vor allem während der Antike erstreckten sich die Handelsbeziehungen des Römischen Reichs über den Mittelmeerraum bis in das ferne China. Aber auch nach dem Ende des Römischen Reichs war man weiterhin von Waren und Berichten aus Asien fasziniert und bereiste den Kontinent über Land- oder Seewege. Händler, wie zum Beispiel Marco Polo aus Venedig, schrieben über ihre Erfahrungen in fremden Ländern und begeisterten ihre LeserInnen für neue Orte.

Von den Kolonien …

Weitere Kontinente, vor allem Afrika, Amerika und Australien, wurden in der Kolonialzeit mit den Entdeckungsreisen der Seefahrt erschlossen. Viele Gebiete wurden weltweit in dieser Zeit von europäischen Ländern als Kolonien besetzt und ausgebeutet. Ihre Rohstoffe, wie etwa Gold oder Gewürze, wurden nach Europa transportiert, die Menschen aus den Kolonien wurden oft als Sklaven zum Arbeiten gezwungen. Dabei ging es nicht darum, sich mit einer fremden Kultur auseinanderzusetzen, sondern um politische und wirtschaftliche Macht über andere Gebiete.

… zur Vernetzung auf gleicher Augenhöhe

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 waren die meisten europäischen Länder so durch Krieg und Zerstörung geschwächt, dass sie ihre Kolonien aufgeben mussten. Eine bedeutende Wendung stellte das „Afrikanische Jahr“ 1960 dar, in dem 18 afrikanische Kolonien zu unabhängigen Staaten wurden. Die meisten Staaten sind heute Mitglieder der UNO und arbeiten gemeinsam für ein weltweites Zusammenleben ohne Unterdrückung.

Seidenstraße © Parlamentsdirektion / Kinderbüro / Susi Schramm
Seidenstraße © Parlamentsdirektion / Kinderbüro / Susi Schramm

Ein wichtiger Handelsweg zwischen Europa und Asien zwischen 500 v.Chr. und 1500 n.Chr. war die Seidenstraße. Unzählige Karawanen transportierten wertvolle Güter wie Seide und Gewürze nach Europa oder Edelsteine und Glas nach Asien. Dabei wurden auch fremde Religionen und neue Techniken, zum Beispiel die Herstellung von Papier, über die Kontinente verbreitet.

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gedruckt am: Mittwoch, 28. Juni 2017