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Globalisierung gestalten

Think global – act local

Ein wichtiges Motto für ein neues Modell der Globalisierung lautet „think global, act local“ („global denken, lokal handeln“). Das bedeutet, dass man zwar immer auf das weltweite Wohl achten soll, aber schon im eigenen Umfeld sehr viel bewirken kann. Jede Entscheidung, was und wo du dir etwas kaufst, hat einen Einfluss auf die Welt: Auch du kannst die Globalisierung mitgestalten!

Gemeinsame Lösungen finden!

Die Schattenseiten der Globalisierung sind inzwischen schon so deutlich geworden, dass man sie nicht mehr übersehen kann. Staatenverbunde wie die UNO und die EUhaben Programme gestartet, die sich mit den negativen Folgen der Globalisierung beschäftigen und an Verbesserungen arbeiten. Die Sustainable Development Goals sind diesen Herausforderungen genau angepasst.

Einen wichtigen Beitrag zu einer fairen Globalisierung leistet die Entwicklungszusammenarbeit. Dabei geht es um eine nachhaltige Zusammenarbeit mit ärmeren Regionen und Länder dieser Welt. Die Europäische Kommission hat eine eigene Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit, EuropeAid, die alle Programme der EU zur Entwicklungszusammenarbeit verwaltet. In Österreich ist die Austrian Development Agency (ADA) für Koordination und Umsetzung der Entwicklungszusammenarbeit zuständig.
Mehr dazu findest du in unserem Schwerpunktthema „Entwicklungszusammenarbeit“.

Nachgefragt: Was wollen „Globalisierungsgegner“?

Globalisierungsgegner fordern bessere Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Menschenrechte in den Produktionsländern, den Schutz der Umwelt, mehr soziale Gerechtigkeit und eine stärkere Regulierung des Welthandels. Auch sollen Unternehmen für die Folgen ihrer Aktivitäten haftbar gemacht werden.

Organisationen und Vereine

Viele Menschen weltweit möchten etwas gegen die negativen Entwicklungen der Globalisierung unternehmen. Ihre Kritik richtet sich meistens gegen die wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten und die Umweltschäden, die durch die Globalisierung entstanden sind. Damit sie mehr gehört werden, schließen sich einer Organisation an, die ihre Positionen vertritt. Einige dieser Bewegungen haben international schon an Bedeutung gewonnen und sind medial sehr präsent. Hier sind ein paar Beispiele von Organisationen und Vereinen, die auch in Österreich vertreten sind:

  • FAIRTRADE Österreich setzt sich für einen gerechten Handel ein. Wenn du Produkte mit dem FAIRTRADE-Zeichen siehst, weißt du, dass die Arbeiter:innen und Lieferant:innen dafür mit einem fairen Lohn bezahlt worden sind.
  • Südwind organisiert viele Bildungsprogramme und Aktionen, die auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten hinweisen. Monatlich erscheint das Südwind-Magazin zu aktuellen Themen.
  • Greenpeace ist eine weltweite Organisation, die sich für den Umweltschutz einsetzt und die negativen Auswirkungen der Globalisierung auf die Umwelt kritisiert.
  • Attac ist eine internationale Bewegung, die über wirtschaftliche und politische Ungerechtigkeiten informiert und kritische Aktionen ins Leben ruft. Attac unterstützt und fördert viele kleine Initiativen in Österreich.
  • Das Weltsozialforum findet jährlich statt. Auf dieser Veranstaltung treffen sich Kritiker:innen der Globalisierung und versuchen eine andere Form der Weltwirtschaft zu erarbeiten, die allen gleiche Möglichkeiten gibt.

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gedruckt am: Freitag, 21. Juni 2024