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Arbeitspaket für den Unterricht zum Thema „Kinderarmut und Ausgrenzung“ (barrierefrei)

Ab der 7./8. Schulstufe

Arbeitsblatt Nr. 1: Kinderarmut in Österreich – Teste dein Wissen

Beschreibung:

Die Schüler:innen lernen wichtige Begriffe zum Thema Armut und Kinderarmut kennen. Sie erfahren Zahlen und Daten zur Kinderarmut in Österreich.

Lernziele: Die Schüler:innen bekommen einen ersten Einblick in das Themengebiet. Das Textverständnis wird gefördert und es findet eine erste Auseinandersetzung mit Zahlen und Begriffen aus der Armutsforschung statt.

Benötigte Materialien: Schreibutensilien, Internetzugang, Arbeitsblatt

Armut gibt es überall auf der Welt, auch in einem reichen Land wie Österreich. Sie betrifft nicht nur Erwachsene. Im Gegenteil, Kinder und Jugendliche gelten als besonders stark von Armut und Ausgrenzung betroffen.

  1. Setzt euch mit dem Thema Kinderarmut auseinander. Besucht dazu zunächst den Abschnitt über Kinderarmut in Österreich.
  2. Danach ordnet die Begriffe und Zahlen den Erläuterungen zu und verbindet sie durch eine Linie.

 

Absolute Armut

 

Armutsspirale

< 350.000

 

Relative Armut

Armutsgefährdungsschwelle

 

Betroffenen fehlt das Nötigste zum Leben.

Zahl der von Armut und Ausgrenzung bedrohten Kinder in der EU

 

Zahl der von Armut und Ausgrenzung betroffenen Kinder in Österreich

Betroffene haben deutlich weniger als der Durchschnitt der Bevölkerung.

 

Jedes 4. Kind

Zusammenhänge und Folgen, die mit materieller Armut verbunden sind. Es steht weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltseinkommens zur Verfügung.

 

Arbeitsblatt Nr. 2: Gemeinsam sind wir reich

Beschreibung: Die Schüler:innen setzen sich mit der Bedeutung „immaterieller“ Werte, wie soziale Kontakte, Bildung, Solidarität und Gemeinschaft auseinander und füllen damit eine „Schatzkiste“, die sie mit ihren Klassenkolleg:innen teilen.

Lernziele: Die Schüler:innen nehmen ihre (stärkenden) Ressourcen in den Blick. Der Austausch über das Thema festigt das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse.

Benötigte Materialien: Schreibutensilien, Arbeitsblätter, Plakat

Kann man reich sein, auch wenn man nicht viel Geld und Besitz hat? Was be-reich-ert dein Leben?

  1. Überlege gemeinsam mit deiner Tischnachbarin oder deinem Tischnachbarn: Von welchen „schönen Dingen des Lebens“ gibt es viel in deinem Leben? Woran seid ihr „reich“? Denkt dabei nicht nur an Gegenstände, sondern auch an Menschen, Gefühle, immaterielle Werte (wie zum Beispiel Freundschaften, entspannte Momente etc.), die euch viel bedeuten.
  2. Schreibt eure Begriffe auf kleine Zettel (ein Begriff pro Zettel).
  3. Tauscht euch im Plenum darüber aus, welche „Schätze“ ihr besitzt. Notiert die Begriffe, die öfter genannt werden.
  4. Gestaltet als Klasse ein Plakat, auf das ihr alle gesammelten Begriffe klebt oder schreibt. Begriffe, die häufig genannt wurden, könnt ihr z.B. größer bzw. auf größere Zettel schreiben. Das Plakat ist eure gemeinsame „Schatzkiste“!

Arbeitsblatt Nr. 3: Was bedeutet für dich Armut?

Beschreibung: Mittels Reflexion des eigenen Alltags und mithilfe einer Wordcloud (Arbeitsblatt) identifizieren und benennen die Schüler:innen mehrere Lebensbereiche, auf die sich Armut auswirken kann.

Lernziele: Die Schüler:innen reflektieren die Bedeutung von materiellen und sozialen Grundbedürfnissen. Durch die Übung sollen sie ein besseres Verständnis dafür entwickeln, was Armut für betroffene Kinder und Jugendliche bedeutet und wie viele Lebensbereiche dadurch beeinträchtigt sein können.

Benötigte Materialien: Schreibutensilien, Arbeitsblatt (Wordcloud)

Was bedeutet es deiner Meinung nach, arm zu sein? Welche Lebensbereiche und Bedürfnisse sind davon betroffen?

  1. Überlege: Wo im Alltag wäre Armut besonders spürbar? Was ist deiner Meinung nach das Schwierigste, wenn man arm ist?
    Tipp: Um die verschiedenen Lebensbereiche und Situationen zu erfassen kannst du überlegen, wie dein Tagesablauf aussieht, oder was du in letzter Zeit unternommen oder geplant hast, worauf du dich freust, was du dir wünschst etc.
    Du kannst auch die untenstehende Word-Cloud als Anregung nutzen.
  2. Ergänze den Satz „Armut bedeutet für mich…“. Schreibe dabei mindestens vier Beispiele auf (z.B. „…nicht jedes Wochenende mit Freund:innen ausgehen zu können“)

 

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/menschen/thema-kinderarmut-und-ausgrenzung/unterrichtsmaterialien-und-e-book/arbeitspaket-fuer-den-unterricht
gedruckt am: Freitag, 12. April 2024