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NS-Propaganda

Olympia 1936 insziniert als Massenveranstaltung © Bundesarchiv, B 145 Bild-P017038 / CC-BY-SA
Olympia 1936 insziniert als Massenveranstaltung © Bundesarchiv, B 145 Bild-P017038 / CC-BY-SA

Propaganda war ein wichtiges Instrument, das dem NS-Staat half, Menschen zu beeinflussen und Widerstand erst gar nicht aufkommen zu lassen. Gut geplante Großveranstaltungen, wie etwa die Olympiade 1936, erzeugten ein Bild von Macht und Gemeinsamkeit des deutschen Volkes. Die NSDAP kontrollierte die gesamte Presse, Rundfunk und Film. Die Pressefreiheit war außer Kraft gesetzt. Da nur regimetreue Zeitungen (z.B. der Völkische Beobachter, das Organ der NSDAP) und Radiosender zugelassen waren und das Hören ausländischer Sender unter Strafe gestellt war, konnte das NS-Regime seine einseitigen und verhetzenden Berichte ungehindert verbreiten. Auch gewaltsame Maßnahmen, etwa gegen Minderheiten (wie z.B. die Ermordung Behinderter), konnten unwidersprochen als notwendig dargestellt werden und erreichten so die gesamte Bevölkerung.

Der Volksempfänger © Franz Stürmer
Der Volksempfänger © Franz Stürmer

Wichtigstes Propagandamittel der Nationalsozialisten war das Radio. Im Auftrag des NS-Staates wurde ein kostengünstiger Radioapparat entwickelt, der sogenannte Volksempfänger. Damit konnten die Nationalsozialisten ihre Propaganda in so gut wie jedem Haushalt verbreiten.

Bücherverbrennung von „undeutschen“ Schriften © Bundesarchiv, Bild 102-14597 / CC-BY-SA
Bücherverbrennung von „undeutschen“ Schriften © Bundesarchiv, Bild 102-14597 / CC-BY-SA

Bücherverbrennungen
Mit 1933 begann in Deutschland in 22 Universitätsstädten die öffentliche Verbrennung zehntausender Bücher von jüdischen, oppositionellen und pazifistischen SchriftstellerInnen. Im April 1938 fand in Salzburg die einzige Bücherverbrennung in Österreich statt.

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gedruckt am: Donnerstag, 29. Juni 2017