Republik Österreich - Parlament Parlament Österreich - Parlament
DemokratieWEBstatt.at

Konsum ist wichtig, aber richtig!

Heute sprechen viele davon, dass wir in einer Konsumgesellschaft leben, und kritisieren damit, dass sich vieles in unserem Leben um käufliche Produkte dreht.

In einer Marktwirtschaft ist Konsum aber auch wichtig, um die Wirtschaft eines Landes zu erhalten. Denn je mehr eingekauft wird, desto mehr muss auch produziert werden. Es werden dann mehr Arbeitskräfte beschäftigt, der Staat hat dadurch mehr Steuereinnahmen, die er wiederum weiterverteilen kann und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zur Verfügung stellen kann.

Wer bestimmt den Preis?

In einer Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis für Produkte und Dienstleistungen. In Österreich leben wir in einer sozialen Marktwirtschaft, d. h. der Staat hat die Möglichkeit, Regelungen und Gesetze zu erlassen, um Probleme oder Ungerechtigkeiten, die sich beim gemeinsamen Wirtschaften ergeben, zu vermeiden. Mehr dazu im Thema Wirtschaft.

Nachgefragt: Wird alles immer teurer?

Alles was wir kaufen können, hat seinen Preis. Aber Preise bleiben nicht gleich, sie ändern sich laufend. Der Preis für ein Kilo Brot hat sich im Laufe des Jahres 2022 um durchschnittlich 17 Prozent erhöht. Wenn so etwas passiert, spricht man von einer Inflation. Das passiert dann, wenn mehr Geld als Waren im Umlauf sind. Mehr über Inflation und Deflation kannst du in diesem Video erfahren.

Gestiegene Lebenshaltungskosten machen vielen Menschen große Sorgen. Die Zahl der armutsgefährdeten Menschen steigt europaweit an. (Mehr zum Thema Armut findest du in unserem Thema „Kinderarmut und Ausgrenzung“.) Sinkt die Kaufkraft eines Landes, hat das auch Folgen für die Wirtschaft und den Handel. Als Kaufkraft wird die Geldmenge bezeichnet, die für Konsumzwecke ausgegeben werden kann, nachdem alle Kosten für Grundbedürfnisse und regelmäßigen Zahlungsverpflichtungen (wie Wohnkosten, Heizkosten, Telefon, Internet oder Versicherungen) abgezogen wurden.

© Clipdealer / kadmy
Das Recyling-Zeichen aus Gras auf blauem Hintergrund.
© Clipdealer / Arsgera

Nachhaltiger Konsum

Bei vielen Produkten haben wir heute eine große Auswahl. Wenn wir eine Jeanshose kaufen wollen, können wir eine riesige Anzahl an Geschäften vor Ort oder online aufsuchen, dort gibt es unzählige Modelle, unter denen wir auswählen können. Wie sollen wir uns da nur entscheiden? Manchmal soll es billig sein, manchmal möchten wir eine ganz bestimmte Marke haben, manchmal genau die Jeans, die wir in der Werbung gesehen haben, und manchmal einfach die gleiche, wie der beste Freund oder die beste Freundin sie hat.

Da wir von immer mehr Produkten und Einkaufsmöglichkeiten umgeben sind, ist es aber wichtig, bewusst zu konsumieren. Das bedeutet für viele Menschen auch, nicht nur auf das Produkt selbst, sondern auch auf die Produktionsweise und Arbeitsbedingungen bei der Herstellung zu achten, um Ausbeutung oder Kinderarbeit zu verhindern. Und auch für unsere Umwelt und unser Klima ist ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen notwendig.

Auf den Punkt gebracht: Green Economy für mehr Umweltbewusstsein

Man sagt ein Unternehmen wirtschaftet nachhaltig, wenn nicht nur der eigene Gewinn an erster Stelle steht, sondern auch auf die Umwelt geachtet wird. Das Ziel einer „grünen Ökonomie“ ist eine nachhaltige Wirtschaft, die natürliche Ressourcen schont und die Umwelt weniger belastet.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Diskussionsfrage: Was man sich für Geld nicht kaufen kann

Der berühmte Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein (1879-1955) hat mal gesagt:

„Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“ Viele Dinge können wir uns mit Geld nicht kaufen, weil sie schlicht weg unbezahlbar sind: Gesundheit zum Beispiel, Freundschaft oder Zuneigung. Und Spaß haben und Spielen ist auch ohne Geld möglich. Diskutiert das Zitat von Albert Schweitzer. Welche Dinge sind euch wichtig, die nicht mit Geld zu bezahlen sind?

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-geld-und-konsum/konsum-ist-wichtig-aber-richtig
gedruckt am: Freitag, 12. April 2024